Heimisches Schaffen ehren

Das Appenzellerland und sein Brauchtum stehen bei der Ausstellung in der Galerie Tolle im Mittelpunkt. Drei hiesige Künstler stellen ihre Werke aus.

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Unterschiedliche Künstler, unterschiedliche Stile: Links die Arbeiten von Brigitte Bänziger und rechts eine von Albert Zellweger. (Bild: Galerie Tolle)

Unterschiedliche Künstler, unterschiedliche Stile: Links die Arbeiten von Brigitte Bänziger und rechts eine von Albert Zellweger. (Bild: Galerie Tolle)

REHETOBEL. Bauernhäuser, Kühe und Sennen – oder anders ausgedrückt: das alltägliche Leben, das Brauchtum oder die Schönheit des Appenzellerlandes, all das thematisieren die Kunstwerke, die vom 3. bis 30. September in der Galerie Tolle in Rehetobel ausgestellt sind. Die drei heimischen Künstler Brigitte Bänziger Kern, Trudi Graf-Eisenhut und Albert Zellweger zeigen nicht nur normale Gemälde, sondern auch ihre gestalterischen Eigenheiten.

Heimelige Stimmung und Vieh

Trudy Graf beispielsweise malt leidenschaftlich gerne ihre bäuerlichen Erinnerungen auf Türfüllungen. In Schichten wird die Farbe aufgetragen und geschmirgelt. Die Stimmung im Bild ist wesentlich. So entsteht eine heimelige Atmosphäre, welche Graf mit dem Pinsel festhält. In ihrer freien und authentischen Bauernmalerei, so heisst es seitens der Galerie, erinnert sich Trudy Graf an ihre Jugendzeit in Wald und zeigt Alltägliches in erlebter Beschaulichkeit und fröhlicher Darstellung.

Als typographische Gestalterin für visuelle Kommunikation schält die in Speicher geborene Brigitte Bänziger figürliche Elemente aus dem Bild und setzt gekonnt das Vieh in Szene. Die Inspiration für ihre Bildinhalte holt sie sich aus ihrem Leben, ihren Fotografien und ihrer Liebe zu den Tieren.

Jute als Unterlage

Albert Zellweger zeigt Holzschnitte und auf Jute- und Kreideunterlagen gemalte Öl- und Acrylbilder. Seine Eigenheit ist, dass er seine Bilder von Hand mit Gold veredelt. Seine Arbeiten wurden unter anderem als Teil der Sonderausstellung im Volkskunde-Museum Stein gezeigt.

Vernissage, musikalisch umrahmt von Hackbrettspielerin Farida Hamdar: 3. September, 18 Uhr; Ausstellung: freitags 17.00–19.00, sonntags 15.00–17.00 und Freitag, 23. September, 15.00–17.00.