HEIDEN: Frauen zeigen sich und ihr Leben

24 Fotos und alle zeigen spannende Frauen aus der Region in einem Teil ihres Lebens: Unter der Schirmherrschaft des Foto-Clubs Appenzellerland ist diese dreimonatige Ausstellung zum diesjährigen internationalen Frauentag entstanden.

Chris Gilb
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In ihrer Freizeit schwingt sich Alexandra Sonderegger aus Oberegg leidenschaftlich gerne auf ihre Harley. Sie ist eine der 24 fotografierten Frauen. (Bild: Christian Funke)

In ihrer Freizeit schwingt sich Alexandra Sonderegger aus Oberegg leidenschaftlich gerne auf ihre Harley. Sie ist eine der 24 fotografierten Frauen. (Bild: Christian Funke)

HEIDEN. Eine Frau, die als Beruf Badewannen restauriert. Eine andere, die im Berufsleben in der Pflege arbeitet und sich dann in der Freizeit wild auf ihre Harley schwingt: Schon bei der Bewerbung fürs Shooting des Foto-Clubs Appenzellerland zum diesjährigen Frauentag konnten die Frauen angeben, welcher Bereich ihres Lebens der spannendste für die Fotografinnen und Fotografen sein könnte. «Die Frauen konnten auswählen, ob sie sich in ihrem Beruf, ihrem Hobby oder einer anderen aussagekräftigen Aktivität abbilden lassen wollten», sagt Christian Funke, Präsident des Foto-Clubs Appenzellerland.

Vielfältige Lebensentwürfe

Funke war einer von zwei Fotografen und vier Fotografinnen des Foto-Clubs, welche 24 Frauen aus der Region abgelichtet haben. «Jedes Jahr findet zum internationalen Frauentag eine Veranstaltung statt. Dieses Jahr ist das Organisationskomitee auf uns zugekommen. Wir haben dann die Köpfe zusammengesteckt und sind auf die Idee für dieses Fotoprojekt gekommen.» Ziel sei es gewesen, zu zeigen, wie vielfältig Frauen seien und welche möglicherweise auf den ersten Blick «unerwartete» Seiten zu ihrem Leben gehören. Funke nimmt dabei Bezug auf Shooting-Teilnehmerinnen wie Valeria Tschuor aus Heiden, die Badewannen renoviert. Auch wenn die Resonanz auf die Ausschreibung fürs Shooting anfänglich etwas klein gewesen sei, hätten sich gegen Anmeldeschluss mehr als genug Frauen bereit erklärt, mitzumachen. «Die meisten der Frauen hatten überhaupt keine Erfahrung vor der Kamera, sondern haben einfach aus der Motivation gehandelt, ihren Beitrag zum Frauentag zu leisten», sagt Funke. Am Schluss hätten sich so viele Frauen gemeldet, dass einige sogar auf eine Warteliste gesetzt werden mussten, falls eine der ersten 24 ausfällt, was aber nicht der Fall gewesen sei. «Wir haben natürlich darauf geachtet, dass jede der 24 Ausgewählten eine andere Kulisse bietet und nicht etwa mehrere bei der Ausübung des gleichen Berufes fotografiert werden müssten», sagt Funke.

Mit der Tochter auf dem Bild

Doch nicht nur während der Veranstaltung zum Frauentag am 8. März im Restaurant Linde in Heiden werden die Fotos zu sehen sein, sondern gleich als kleine Ausstellung im Restaurant während dreier Monate. «Anfänglich war die Idee, dass auch nur Fotografinnen die Bilder machen, da wir jedoch ein kleiner Foto-Club sind und alle nebenbei noch berufstätig sind, haben auch zwei Männer an der Realisierung mitgewirkt. Eine der 24 Frauen, die sich fotografieren liess, ist Angelika Geiger aus Oberegg. Sie ist auf dem Foto mit ihrer Tochter zu sehen, die das Rett-Syndrom hat und die sie pflegt. Das Foto mit der Tochter war eine ihrer Ideen, die sie bei der Anmeldung fürs Shooting angegeben hat. Die anderen zwei waren ein Foto bei ihrer Arbeit auf dem Bauernhof oder bei ihrer Teilzeitstelle als Krankenschwester. «Ich fand es eine gute Idee, bei einem Projekt mitzumachen, das zeigt, in welch vielfältigen Bereichen sich Frauen engagieren», sagt Geiger.

Ausstellung im Restaurant Linde: 2. März bis 31. Mai. Veranstaltung zum Frauentag 2016: 8. März im Hotel Linde, es referiert Kantonsrätin Annegret Wigger, Reservationen unter 071 898 34 00.

Christian Funke Präsident des Foto-Clubs Appenzellerland (Bild: pd)

Christian Funke Präsident des Foto-Clubs Appenzellerland (Bild: pd)