Hans Näf (1932–2016)

Hans Näf, wohnhaft gewesen im «Schmittli» in Ebnat-Kappel, war ein Zimmermann, der beim Hausbau die Balken schön verzierte. Seine Arbeit war geprägt von der Liebe zum Holz in all seiner Schönheit und Dauerhaftigkeit.

Werner Hofer
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Hans Näf (Bild: pd)

Hans Näf (Bild: pd)

Hans Näf, wohnhaft gewesen im «Schmittli» in Ebnat-Kappel, war ein Zimmermann, der beim Hausbau die Balken schön verzierte. Seine Arbeit war geprägt von der Liebe zum Holz in all seiner Schönheit und Dauerhaftigkeit.

Er hat es auch verstanden, diese Liebe ebenfalls in seiner Freizeit zu leben. So sah man ihn denn oft im Kellergeschoss seines Hauses im «Schmittli» mit Holz, Maschinen und Werkzeugen hantieren. Manches Spielzeug für die Kinder und immer wieder Gegenstände für Haus und Familie sind so entstanden. Sehr oft verziert mit exakt gestalteten Schnitzereien.

Ganz zuoberst im Haus hatte Hans Näf das Vermächtnis an seine Nachkommen und seine Mitbewohner eingerichtet: Man erreichte dieses Vermächtnis über steile Treppen. In Gestellen standen in wachsender Zahl – fein säuberlich beschriftet Ordner an Ordner – für jede Dorfgegend oder Strasse ein bis zwei Ringbücher. Darin abgelegt durchsichtige Mäppchen über Häuser und ihre Bewohner. Wie ist Hans Näf zu dieser wertvollen und reichhaltigen Sammlung gekommen?

Begonnen hat es mit Ansichtskarten aus der Vergangenheit, welche der leidenschaftliche Sammler von Freunden bekommen oder an Kartenbörsen selbst erstanden oder getauscht hat. Viele Anregungen fand Hans Näf auch in der Toggenburger Vereinigung, für Heimatkunde. Ihre Versammlungen und Exkursionen besuchte er regelmässig. Doch seine Sammlung besteht nicht nur aus Ansichtskarten jedes Alters. Er fand in alten Ausgaben der Toggenburger Nachrichten passende Texte zu seinen Bildern. Wie viele Stunden und Tage hat Hans Näf wohl in Archiven und an Fotokopierern verbracht? Viele ehemalige Ebnat-Kappler gehörten zu seinen «Kunden». Ich habe interessierte Heimatkundler immer wieder zu ihm geschickt mit den Worten: «Fragen Sie doch Hans Näf an der Schmittlistrasse!» Die beliebten Jahreshefte «Ebnat-Kappler Mosaik» wären ohne Näfs Mitarbeit kaum zustande gekommen. Ein Kenner unserer Dorfgeschichte ist nicht mehr unter uns.

Wir wünschen Frau Erika und der Familie Näf alles Gute. Dir, lieber Hans, danken wir über den Tod hinaus für deine grosse Arbeit um die Geschichte unserer Wohngemeinde Ebnat-Kappel.