Handball
Innerrhoder 1. Liga-Handballer siegen trotz mässiger Darbietung gegen den HC Rheintal doch noch

Am Wochenende traten die 1.-Liga-Handballer des TV Appenzell gleich zweimal gegen den HC Rheintal an. Beide Partien entschieden sie für sich. Doch der Leistungsabfall am Sonntag war augenscheinlich.

Martin Kradolfer
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Yannick Inauen mit kraftvollem Wurf.

Yannick Inauen mit kraftvollem Wurf.

Bild: Fabian Koller

Gleich zweimal innert 24 Stunden trat das 1.-Liga Herrenteam der Handballriege TV Appenzell gegen den HC Rheintal an: zuerst am Samstag in Heerbrugg, dann am Sonntagabend in der Sporthalle Wühre. Beide Male reichte es zum Sieg. In Heerbrugg konnten die Appenzeller einen 34:25 (14:11) Erfolg verbuchen, im zweiten Spiel gewannen sie noch mit 26:24 (13:16).

Gegenüber der Partie vom Samstag stand für Flavio de Carli nebst Jan Bischof der dritte Keeper Thomas Brülisauer im Tor und steigerte sich in der zweiten Halbzeit dermassen, dass er auf eine Abwehrquote von 45 Prozent «kletterte». Bei den Feldspielern ersetzten gegenüber dem Vortag neu Tim Thür und Thomas Loser die Akteure Rouven Inauen und Fabrice Oberle.

Gute Moral gezeigt

Am Sonntagabend musste Trainer Christian Hamm feststellen, dass seine Mannen den Gegner nach dem klaren Erfolg am Vortag unterschätzten. Die Leistung entsprach nicht dem Können der Innerrhoder, und wenn nur 90 Prozent des Leistungsvermögens abgerufen werden kann, reicht dies eben gegen einen Gegner, der sich gegenüber der Partie am Samstag klar steigerte, nicht zu einem souveränen Erfolg. Es fehlte die Aggressivität, den Platzherren unterliefen Fehlpässe und die Chancenauswertung war mangelhaft. So wurden unter anderem vier Siebenmeter nicht verwertet. Zudem bekam man die gegnerische Nummer 19 Imre Domokos längere Zeit nicht in den Griff. Positiv ist, dass die Innerrhoder Moral zeigten und in der letzten Viertelstunde die Partie doch noch in den Griff bekamen. Nebst einer Steigerung im Angriffsspiel mit präziseren Schüssen und einer verbesserten Abwehr, war dies auch auf die müde gewordenen Spieler des Gegners zurückzuführen. Bei den Gästen spielten nämlich oft dieselben sechs Akteure. Nebst dem Torwart war der Trainer nur mit der Leistung von Arie Thür voll zufrieden.

Bis fünf Tore zurück

Nach einer 2:0 Führung der Einheimischen stand es nach sieben Minuten 4:4 Unentschieden. In der Folge geriet Appenzell in Rückstand. Bevor Yannick Inauen vom Flügel aus ein schöner Treffer gelang, lagen die Innerrhoder mit vier Toren Differenz zurück. In der 26. Minute lautete das Resultat gar 11:16 aus Sicht der Platzherren, welche bis zur Pause die Differenz noch auf drei Treffer verkürzten.

Nach der Pause kamen die Innerrhoder auf 15:16 heran. Der Ausgleich zum 18:18 fiel aber erst in der 40. Minute. Nochmals geriet Appenzell in Rückstand, bevor in der 46. Minute mit einem Treffer das 20:19 und gleich mit Glück das 21:19 fiel. Trotz eines Time-outs der Rheintaler bauten die Platzherren die Führung bis zur 56. Minute auf 26:21 aus. Noch gaben sich aber die Rheintaler nicht geschlagen und wechselten auf eine offene Deckung. Den dritten Treffer in Folge zum 26:24 erzielten sie 70 Sekunden vor dem Ende. Zu mehr reichte es aber nicht mehr.

Mit vier Zählern haben die Innerrhoder punktemässig mit Spitzenreiter Arbon gleich gezogen, aber eine Partie mehr ausgetragen. Am nächsten Samstag reisen sie zu den Pfader Neuhausen, welche hinter Arbon und Appenzell auf Rang drei liegen.