Handball
Der TV Appenzell holt den neunten Sieg in Serie – die Leistung war jedoch erst nach der Pause 1.-Liga-tauglich

Die Handballer des TV Appenzell haben sich bei den Pfadern aus Neuhausen mit 22:14 durchgesetzt. Dank des neunten Siegs in Folge ist die Aufstiegsrunde in Griffweite. Am Freitag folgt vor eigenem Anhang der Spitzenkampf gegen Arbon.

Martin Kradolfer
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Rückraumspieler Simon Manser kurbelte Appenzells Angriffsspiel erfolgreich an.

Rückraumspieler Simon Manser kurbelte Appenzells Angriffsspiel erfolgreich an.

Bild: Ralph Ribi (31. Dezember 2021)

Die Appenzeller mussten auf Laurin Manser und Sven Sutter verzichten. Nachdem sich Ramon Hörler im Freitagstraining verletzt hatte, reisten sie nur mit 13 Mann an den Rheinfall.

In der ersten Halbzeit passten sich die Innerrhoder dem Niveau der drittplatzierten Gastgeber an. In einer emotionslosen Partie fielen beiderseits nur wenige Tore. Die 6:0-Abwehr der Gäste hielt dicht. Im Angriff zirkulierte der Ball aber nicht gut und die Chancen wurden nicht genutzt. Nach acht Minuten lag der TVA 1:3 zurück. Zur Pause stand es 8:8.

Appenzell übernahm das Spieldiktat

In der zweiten Halbzeit spielten die Gastgeber noch weniger gut und es gelangen ihnen nur noch sechs Tore. Die Gäste hingegen zeigten jetzt phasenweise eine akzeptable bis gute Teamleistung. Die Defensive agierte noch besser und Dano Waldburger fiel besonders auf. So konnte sich Torhüter Flavio de Carli, der ab der 15. Minute im Gehäuse stand, steigern und wies am Ende die hohe Abwehrquote von 59 Prozent auf. Die Rückraumspieler Lucius Graf, Arie Thür und Simon Manser kurbelten das Angriffsspiel erfolgreich an. Am Kreis machte sich aber das Fehlen von Sven Sutter bemerkbar. Nach dem 8:9-Rückstand und dem darauf folgenden Ausgleich lagen die Appenzeller immer vorne.

Es dauerte trotzdem seine Zeit, bis sich die Gäste absetzen konnten. Zwei kurz aufeinanderfolgende Treffer von Waldburger liessen den Vorsprung anwachsen. Die Gäste hatten die Partie im Griff, auch wenn sie in der 49. Minute erst mit 17:13 führten. Schliesslich vergrösserte sich der Vorsprung auf acht Treffer Differenz.

14 gut – 22 weniger

Die 14 Gegentreffer sind ein guter Wert, die 22 erzielten Tore hingegen nicht. Appenzell verfügte über die besseren Einzelspieler. Am meisten Treffer gelangen Arie Thür (6) und Lucius Graf (6), während Yannick Inauen und Dano Waldburger eine hundertprozentige Chancenauswertung aufweisen.

Am Freitag folgt in der Wühre im viertletzten Spiel der Hauptrunde der Spitzenkampf gegen das verlustpunktlose Arbon, das Appenzell beim Saisonauftakt die einzige Niederlage zufügte.