Grünes Licht für Spitalerweiterung

WIL. Das Spital Wil bedarf dringender Verbesserungen in den Bereichen Notfall und Labor. Heute erfolgt die Notfallaufnahme durch den Haupteingang. Neu soll links davon ein separater Notfallbereich geschaffen werden. Dies bedingt, dass die Verwaltungsbüros weichen.

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WIL. Das Spital Wil bedarf dringender Verbesserungen in den Bereichen Notfall und Labor. Heute erfolgt die Notfallaufnahme durch den Haupteingang. Neu soll links davon ein separater Notfallbereich geschaffen werden. Dies bedingt, dass die Verwaltungsbüros weichen. Deshalb wurde auf politischer Ebene beschlossen, südlich des heutigen Eingangsbereichs einen Verwaltungstrakt zu erstellen. Der freie Raum für den Notfall gliedert sich neu in eine Triage, einen Empfang, einen Schockraum, sechs Notfallkojen sowie eine Notfallpraxis für sogenannte Bagatellfälle. Die Notfallaufnahme hat eine direkte Verbindung zu den Röntgeneinrichtungen und den Operationssälen. Ausserdem erfolgen notwendige Investitionen im Laborbereich. Der Kanton investiert rund acht Millionen Franken in das Spital Wil.

Für die Besucherinnen und Besucher wird sich durch das Bauprojekt auch eine Verbesserung der oft kritisierten Parkplatzsituation ergeben. Die Verkehrsführung erfolgt neu in einem Einbahnverkehr zum Haupteingang und wieder hinauf zur Fürstenlandstrasse. Auf drei Seiten werden Parkplätze zur Verfügung stehen (siehe Bild). Acht separate Parkplätze werden vor dem neuen Verwaltungsgebäude realisiert. Ausserdem sind drei Behindertenparkplätze in unmittelbarer Nähe zum Haupteingang geplant.

Bauvollendung Mitte 2018

Bauherr ist das kantonale Baudepartement. Da sich das Gebäude aber in der Stadt Wil befindet, erfolgte die Planauflage für den Umbau und die Erweiterung des Spitals Wil auf dem lokalen Bauamt in Bronschhofen. Am Donnerstag ist die Einsprachefrist abgelaufen. Einsprachen gegen das Bauvorhaben sind bis Samstag keine eingegangen. Sollte es dabei bleiben, dass keine Einsprache eingegangen ist, wird im Mai mit den Bauarbeiten begonnen. Nach Angaben von Claudia Egger, Stabsmitarbeiterin Kommunikation beim kantonalen Baudepartement, erfolgt als erstes die Ausführung eines Zufahrtsprojekts. Danach wird der Verwaltungstrakt realisiert. Nach dem Umzug der Verwaltung ins neue Gebäude folgt der Umbau der Notfallstation. Kann die Bauplanung eingehalten werden, wird Mitte 2018 die Bauvollendung erreicht.

Statik genügt nicht

Auffallend ist, dass der Landeplatz für Rettungshelikopter nicht auf das Dach bei der neuen Notfallaufnahme verlegt wird. Das hat einen Grund: «Die Statik des Dachs reicht für das Gewicht des Helikopters nicht aus», sagt Sacha Vaucher, Projektmanager beim kantonalen Baudepartement. Ausserdem müsste eine Verbindung zum Dach realisiert werden. «Das ist auch eine Kostenfrage», erklärt der Architekt. Das Spital Wil bildet mit dem Spital Wattwil die Spitalregion Wil Toggenburg SRFT. (hs)