Geschäftsergebnis
Weniger Gäste, Hotel dafür mit hoher Auslastung: Schwieriges 2021 für die Säntis-Schwebebahn AG

Die Säntis-Schwebebahn AG erzielte im vergangenen Jahr einen Gesamtumsatz von 17,9 Millionen Franken. Während der Hotelbetrieb gut wirtschaftete, kämpften die Schwebebahn und die Gastronomiebetriebe mit den Folgen der Coronakrise.

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Die Säntis-Schwebebahn beförderte im vergangenen Jahr 292’512 Personen.

Die Säntis-Schwebebahn beförderte im vergangenen Jahr 292’512 Personen.

Bild: PD

Die Pandemie hatte auch 2021 einen grossen Einfluss auf das Geschäftsergebnis der Säntis-Schwebebahn AG. Der durch Corona ausgelöste Trend, die Ferien wieder vermehrt in der eigenen Heimat zu verbringen, aber auch das Bedürfnis nach kurzfristigen Auszeiten und Erholung in der Natur haben dem Hotel auf der Schwägalp die beste Jahresauslastung seit seiner Eröffnung beschert, wie das Unternehmen in einer Medienmitteilung schreibt. Das gute Ergebnis in der Hotellerie wird allerdings durch den Anfang 2021 verordneten Lockdown und die damit verbundene Schliessung der Gastronomiebetriebe während mehrerer Monate getrübt. Verbunden damit waren substanzielle Umsatzreduktionen im Geschäftsfeld Gastronomie sowie auch eine Reduktion von Bahnfrequenzen auf den Säntis.

Beide Aspekte belasten das Jahresergebnis 2021. Immer wichtiger für die Säntis-Schwebebahn AG wurden in den letzten Jahren auch die Umsätze im Kundensegment der Seminar- und Tagungsgäste auf der Schwägalp. Wie viele Unternehmungen in der Schweiz wurde auch die Säntis-Schwebebahn AG im letzten Geschäftsjahr vom Instrument der Kurzarbeit und den staatlichen Härtefallregelungen unterstützt.

Zahl der Logiernächte steigt

Die Erfolgsrechnung ist geprägt durch die behördlich auferlegte Betriebsschliessung bis April sowie den Betriebseinschränkungen im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres. Der Gesamtumsatz belief sich auf 17,9 Millionen Franken, die Zahl der auf den Säntis transportierten Gäste betrug lediglich 292’512 Personen und das Umsatzergebnis der Schwebebahn ist mit 4,8 Millionen Franken auf tiefem Niveau. Der Ertrag in den Gastronomiebetrieben mit 2,5 Millionen Franken lag gut 33 Prozent tiefer als in einem durchschnittlichen Jahr. Demgegenüber entwickelte sich der Umsatz des Hotelbetriebes auf der Schwägalp positiv auf 8,1 Millionen Franken. Die Zahl der Logiernächte konnte gegenüber dem letzten Jahr um 39 Prozent, auf insgesamt 28’700, gesteigert werden. Weil die Säntis-Schwebebahn während der langen Phase der Betriebsschliessung keine Personalentlassungen vornahm, beträgt der Personalaufwand 9 Millionen Franken.

Trotz allen Widrigkeiten konnte im vergangenen Geschäftsjahr gemäss Mitteilung ein Betriebsergebnis von 3,2 Millionen Franken (Ebita) erreicht werden und somit auch im anspruchsvollen Krisenjahr 2021 die betriebsnotwendigen Abschreibungen vorgenommen werden.

Aktionärskreis weiter gestiegen

Mit einer relativ grossen Investitionssumme von 1,3 Millionen Franken konnte antizyklisch agiert und der strategische Ausbau der Angebote auf dem Säntis fortgeführt werden. Trotzdem konnte die Säntis-Schwebebahn AG die Bilanzsumme um 1,8 Millionen Franken auf 42,6 Millionen Franken senken. Das Eigenkapital beträgt 64 Prozent beziehungsweise 27,4 Millionen Franken.

2021 hat sich der Aktionärskreis für die 48’000 Aktien von 17’519 auf 17’874 erhöht. Aktien können direkt bei der Säntis-Schwebebahn AG oder bei den Banken erworben werden. Der Steuerwert der Aktie ist Ende 2021 gegenüber dem Vorjahr um 72 Franken auf 953 Franken angestiegen. (pd)