FUSSBALL: «Nach dem Spiel zu Oma»

Mit Teamgeist, hohem Tempo und vier Toren schloss die Frauen-Nationalmannschaft am Dienstag in Biel die EM-Qualifikation ab. Aus acht Spielen resultierten acht Siege.

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Rachel Rinast Nati-Fussballerin (Bild: rz)

Rachel Rinast Nati-Fussballerin (Bild: rz)

Mit Teamgeist, hohem Tempo und vier Toren schloss die Frauen-Nationalmannschaft am Dienstag in Biel die EM-Qualifikation ab. Aus acht Spielen resultierten acht Siege. Rachel Rinast, welche im Spiel ihr erstes Tor für die Nati erzielte, erzählt, wie es zum Wechsel zu Bayer Leverkusen kam und in welchem Bezug sie zum Appenzellerland steht.

Frau Rinast, was sagen Sie zum Sieg gegen Nordirland?

Ich bin zufrieden mit der Leistung meines Teams, aber auch mit meiner persönlichen. Am Anfang hat noch nicht ganz alles geklappt, aber mit der Zeit bin ich ganz gut in Spiel gekommen. Wir haben das Tempo stetig hochgehalten und so den Druck aufrechterhalten. Die Chancenauswertung hätte aber besser sein können.

Ihr erstes Tor für die Nati, was ist das für ein Gefühl?

Ich habe mich sehr gefreut darüber. Direkt nach dem Tor habe ich fast geweint. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, für die Schweizer Nationalmannschaft treffen zu dürfen.

Sie wechselten auf die neue Saison vom 1. FC Köln nach Bayer Leverkusen. Wie kam es dazu?

Der Wechsel hat vor allem damit zu tun, dass wir mit dem 1. FC Köln abgestiegen sind. Ich wollte weiter in der 1. Bundesliga spielen, um auch weiter Chancen in der Nationalmannschaft zu haben. Ich habe gesagt, dass ich bleiben würde, wenn das Team bestehen bleibt. Es gab dann aber 13 Abgänge, und so entschied ich mich für den Schritt zu wechseln.

Wurden Sie auch von anderen Clubs angefragt?

Ja, es gab noch andere Angebote, aber das von Leverkusen hat mich überzeugt. Wir sind ein junges Team, und alle haben Lust, Fussball zu spielen. Ausserdem wohne ich in Köln, wo ich noch Lehramt studiere, und von da aus, ist es nicht sehr weit zum Trainingsplatz.

Ihre Oma wohnt in Teufen. Wann waren Sie das letzte Mal im Appenzellerland?

Ich habe meine Oma gestern in Teufen besucht. Mein Trainer von Bayer Leverkusen hat mir extra noch einen Tag frei gegeben. Es ist grundsätzlich so, dass ich meistens nach einem Nationalmannschaftsspiel noch einen Tag länger in der Schweiz bleibe, um eben meine Verwandten hier zu besuchen. (rz)