Fussball
Niederlagen für die Erstligistinnen des FC Bühler und des FC Appenzell zum Vorrundenabschluss: Auch die Tabelle ist nicht sonnig

Beiden 1.-Liga-Frauenteams der Region droht der Abstieg. Der neblige Sonntag fasst die Vorrunde zusammen.

Lukas Pfiffner
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Die Frauen des FC Bühler und Trainer Andy Jurt (links): Nebliger Abschied in die Winterpause.

Die Frauen des FC Bühler und Trainer Andy Jurt (links): Nebliger Abschied in die Winterpause.

Bild: Lukas Pfiffner

Der Auftritt ist zunächst so, wie sich Bühler-Trainer Andy Jurt das etwa vorstellt. Die Einheimischen haben am Sonntag gegen die Blue Stars auf der Göbsimühle die erste grosse Chance, sie zeigen einige schöne Angriffe in die Tiefe – und sie können auf das 0:1 der Zürcherinnen vier Minuten vor der Pause reagieren: Belinda Bischof bringt einen Freistoss zur Mitte und Ronja Mock den Ball über die Linie. «Das Spiel so durchzuziehen, müsste unser Anspruch sein.»

Die zweite Halbzeit ist weniger gut und interessant. Im zeitweiligen Nebel kommt es zu zahlreichen Fouls, der Spielfluss ist weg. Ronja Mock verlässt wegen einer blutenden Wunde kurz das Feld, lässt sich ein Pflaster geben und wird verwarnt, weil sie zu früh wieder eingreift. Es geht auf Seite der Einheimischen einiges schief. Ein Doppelschlag der Zürcherinnen entscheidet die Partie. Ein Abschluss nach einer Freistossflanke und ein Weitschuss bewirken das finale 1:3.

Des Trainers Vorgabe

Die drei Letzten steigen in die 2. Liga ab. Bühlers Vorrundenausbeute: ein Sieg und zwei Unentschieden. In neun von elf Partien hat es kein Tor oder nur eines geschossen; der Abstand auf Balerna und den neunten Rang, der den Ligaerhalt bedeutet, beträgt vier Punkte. Allerdings haben die Tessinerinnen noch die Partie in Staad nachzutragen. Man glaube daran, nicht abzusteigen, die Hoffnungen seien realistisch, sagt der Trainer. Seine rechnerische Vorgabe:

«Im Frühling gegen Balerna gewinnen und in den anderen Spielen mehr Punkte holen als die Tessinerinnen.»

Eine (kurze) Pause steht erst im Dezember an. Bühler trainiert weiter – je nach Temperaturen im Freien oder in der Halle. «Wir müssen die Zeit zum Arbeiten nützen. Im Sommer hatte ich während zweier Monate nur wenige Spielerinnen der ersten Mannschaft im Training.»

«Fehlt nicht an vielem»

Zwei Stunden nach Bühler steigt Appenzell auf dem Sportplatz Schaies in die letzte Partie des Jahres. Die Innerrhoderinnen gehen gegen den Tabellenzweiten Gambarogno früh durch einen Freistoss von Fabienne Weissinger in Führung. Es gelingen dem Heimteam einige sehenswerte Verlagerungen und Angriffe.

Die Appenzeller Verteidigerin Elina Kölbener (rechts) und die Tessinerin Elizabeta Krsteva konzentrieren sich auf den Ball.

Die Appenzeller Verteidigerin Elina Kölbener (rechts) und die Tessinerin Elizabeta Krsteva konzentrieren sich auf den Ball.

Bild: Lukas Pfiffner

Trotzdem schaffen die Tessinerinnen rasch die Wende. Und ein hoher Ball bedeutet kurz nach der Pause das 1:3. Die Sichtverhältnisse sind zeitweise miserabel. Wieder Fabienne Weissinger ist es, die den Durchblick behält und das Anschlusstor schiesst. Viele Konter Gambarognos führen ins Offside – einmal haben die Gäste noch Erfolg. Der Innerrhoder Trainer Juan Isler bilanziert nach dem 2:4:

«Eigentlich fehlt es nicht an vielem. Aber es summiert sich; so enden die Spiele immer wieder, wenn du hinten platziert bist.»

Nun Pause bis Anfang Januar

Seine Equipe beendet die Vorrunde sieglos mit zwei Remis und 54 Gegentoren in elf Spielen. Der Umbruch im Sommer sei gross gewesen, man habe einige sehr junge Spielerinnen integriert. «Fortschritte sind vorhanden. Aber sie zeigen sich nicht im Resultat», meint Isler, der die gute Moral im Kader herausstreicht.

«Wenn wir den Abstieg nicht verhindern können, dann ist es halt so. Das haben wir schon vor der Saison gesagt.»

Der Vorstand sprach sich gegen einen Zusammenschluss mit dem FC Bühler aus – im Wissen, dass die Meisterschaft hart werden würde. Man gebe nicht auf, trotz sieben Punkten Rückstand auf den rettenden neunten Platz. Die Appenzellerinnen machen nun Pause bis Anfang Januar. Was der Coach erwartet: «Der Trainingsbesuch muss besser werden.»


Herisau steht im Cup-Halbfinal

Die Männer des FC Herisau gewannen den Viertelfinal im regionalen 2.-Liga-Cup bei Wattwil Bunt 3:2. In der Meisterschaft war Herisau zuletzt siebenmal ohne Sieg geblieben. Müller gelang vor der Pause das 1:0 für die Gäste. In der zweiten Halbzeit brachte Ehrbar Herisau ein zweites Mal in Führung. Der Schluss verlief dramatisch: Nach einer roten Karte für Staub erzielte Wattwil den Ausgleich – Ehrbar traf in Herisauer Unterzahl zum 2:3. Der Halbfinal ist auf das Osterwochenende angesetzt. Entgegen unserer Meldung vor Wochenfrist hat Teufen-Bühler 2 die Aufstiegsrunde zur 4. Liga erreicht. Das Team gehört dank der geringen Zahl Strafpunkte zu den vier besten Gruppenfünften, die sich ebenfalls qualifizierten. (pf/pd)