Facettenreiches Toggenburg

Am Freitagabend wurde das Toggenburger Jahrbuch 2017 vorgestellt. Erneut zeigt es die kulturelle, geschichtliche und natürliche Vielfalt der Region auf.

Urs M. Hemm
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Überraschendes und Wissenswertes über das Toggenburg. Bild: Urs M. Hemm

Überraschendes und Wissenswertes über das Toggenburg. Bild: Urs M. Hemm

«Wieder einmal wurden interessante, unerwartete Seiten des Toggenburgs aufgezeigt», sagte Hans Büchler, Koordinator des Redaktionsteams, anlässlich der Vernissage des Toggenburger Jahrbuchs 2017 in den Räumen des Toggenburgerverlags in Schwellbrunn. Insgesamt 17 Autoren trugen zum Erscheinen des Buches bei.

So setzt sich ein Kapitel mit dem Toggenburger Militärwesen im 18. Jahrhundert auseinander. Burgau – vom Bauernweiler zum geschützten Dorf ist der Titel eines Textes über die Entwicklung des Weilers, dessen Gefährdung durch eine Mülldeponie und wiederum die Erhaltung des Ortsbilds durch den Heimatschutz.

Ein einfühlsames Porträt widmet sich dem gebürtigen Ennetbühler Carl Johann Louis, der als Benediktiner-Bruder Columban im Kloster Engelberg seine spirituelle, aber auch künstlerische Heimat fand. Denn er war ein Meister der Schreinerkunst, der sein Vermächtnis vor allem in kunstvoll gearbeiteten Wandtäferungen hinterliess. Den Kräften der Natur widmet sich das Kapitel Föhnstürme über dem Toggenburg. Denn es ist nicht nur das Rheintal, das von den mächtigen Winden in Mitleidenschaft gezogen wird, auch das Toggenburg wird immer wieder von dem Zerstörerischen heimgesucht. Ein weiterer Text widmet sich der Rückkehr des Luchses ins Toggenburg und beleuchtet unter anderem das Spannungsfeld zwischen Tierschutz und Jagd. Das Toggenburger Jahrbuch 2017 verspricht wiederum eine abwechslungsreiche Lektüre und Einblicke in unbekannte und überraschende Seiten des Toggenburgs.

Erhältlich beim Toggenburger Verlag oder bei den Toggenburg Medien.