Es werde Licht
Winterlicher Dorfschmuck: Neue Herisauer Laternen wurden offiziell eingeweiht

Acht grosse Laternen sind seit kurzem im Dorfzentrum aufgestellt. Sie sollen gemäss den Initianten keine Weihnachtsbeleuchtung sein, sondern eine warme Atmosphäre schaffen.

Karin Erni
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Gemeinderat Glen Aggeler bei der Präsentation der Laternen.

Gemeinderat Glen Aggeler bei der Präsentation der Laternen.

Bild: Karin Erni

Mehrere Dutzend Interessierte fanden sich am Mittwochabend im Park der reformierten Kirche Herisau ein. Die Gemeinde, die Stiftung Dorfbild und der Gewerbeverein stellten bei regnerischem und windigem Wetter die Laternen vor, die über die kommenden Wintermonate das Zentrum zieren sollen. Die acht Leuchtkörper sind knapp 3 Meter hoch und 1,5 Meter breit. Sie werden über Solarpaneele geladen und sind somit vom Stromnetz unabhängig. Die wetterfesten Objekte tragen verschiedene Sujets: Vier sind mit Zitaten und Bildern zum Thema Glück bedruckt. Die anderen zeigen Liedtitel aus dem Appenzeller Liederbuch. Die Laternen sind an verschiedenen Standorten im Dorfzentrum aufgestellt.

Gruppe Herisau 2030 will Dorf beleben

Die Laternen wurden von der Gruppe Herisau 2030 initiiert. Diese besteht aus Vertretungen der Stiftung Dorfbild, des Gewerbevereins und der Gemeinde. Die Gruppe will das Dorfzentrum mit verschiedenen Massnahmen beleben. Wie Gemeinderat Glen Aggeler an der Vernissage sagte, sollen die Laternen Atmosphäre schaffen und dazu beitragen, dass sich Besucher wohlfühlen und die Plätze am Abend besuchen. Werner Frischknecht, Präsident der Stiftung Dorfbild, verwies auf die zahlreichen Herisauer Wirtschaften und Gewerbebetriebe, die in den letzten Jahrzehnten verschwunden sind. Mit Aktionen wie den Laternen wolle man eine neue Identität im Dorf schaffen. Jörg Mohler, Vorstandsmitglied des Gewerbevereins Herisau, zeigte sich ausserdem zuversichtlich, dass die Eröffnung von Migros und Coop das Zentrum beleben wird.

Als Erschafferin der Laternensujets wurde Andrea Mathis vorgestellt. Die Herisauer Standortleiterin der Appenzeller Werbeagentur Koller bezeichnete die Kreationen als emotionale Erinnerungsstücke, die Geschichten aus dem Appenzellerland erzählen. Die Illustrationen sollen Wärme in die Wintermonate bringen. Andrea Mathis ermunterte die Anwesenden, die verspielten Werke mit Kinderaugen zu betrachten.

Geschenk einer Stiftung

Die Laternen bleiben bis im Februar im Dorfzentrum aufgestellt. Sie seien nicht als Weihnachtsbeleuchtung zu verstehen, heisst es seitens der Gemeinde. Vielmehr sollen sie den ganzen Winter über eine warme Atmosphäre schaffen. Gewerbetreibende und Private seien zudem eingeladen, eigene Laternen in den Hauseingängen aufzustellen. Diese würden umso besser zur Geltung kommen, als dass in diesem Jahr auf die öffentliche Weihnachtsbeleuchtung grösstenteils verzichtet wird.

Finanziert werden die grossen Laternen von einer nicht genannt werden wollenden Herisauer Stiftung. Was die Herstellung der mit Planen umhüllten massiven Metallkonstruktionen gekostet hat, war nicht in Erfahrung zu bringen.

Im Anschluss an die Informationen konnten sich die kleinen und grossen Besucher mit einem spendierten Getränk in der Hand auf einen Rundgang durch das Dorfzentrum machen und die verschiedenen Laternensujets bestaunen. Ausnahmsweise hatte ein Grossteil der Herisauer Geschäfte an diesem Abend bis 20 Uhr geöffnet.