ERÖFFNUNG: Schlaue Rätselfüchse unterwegs

In Schwellbrunn kann auf einer speziellen Familienwanderroute gerätselt werden. Am Samstag wohnten zahlreiche Familien mit Kindern der Eröffnungsfeier bei.

Andy Lehmann
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Hansueli Reutegger, Yvonne Steiner, Fabian Anthamatten und Urs Berger vor dem neuen Starthäuschen beim Kreuzparkplatz. (Bild: ALE)

Hansueli Reutegger, Yvonne Steiner, Fabian Anthamatten und Urs Berger vor dem neuen Starthäuschen beim Kreuzparkplatz. (Bild: ALE)

Andy Lehmann

andreas.lehmann

@appenzellerzeitung.ch

«In welchem Land lebten die Inkas?» oder «Wie viele Spieler hat eine Fussballmannschaft?» sind Fragen auf dem neuen Rätselweg in Schwellbrunn. Mit einer kleiner Eröffnungsfeier sowie einer Wanderung und gemütlichem Beisammensein wurde am Samstag der zweite Themenweg eingeweiht.

Rund 30 Erwachsene und ebenso viele Kinder folgten der Einladung zur Eröffnung des zweiten Rätselweges. Die Prä­sidentin des Schwellbrunner Verkehrsvereins, Yvonne Steiner, drückte in ihrer Begrüssungsrede die Freude über den neugeschaffenen Themenweg aus und bezeichnete diesen als ideale Ergänzung zum bereits bestehenden. Der neue Rätselweg habe 62 500 Franken gekostet. Der Verkehrsverein beteiltigte sich mit 19 500 Franken. 43 000 Franken stammen von Sponsoren und Spendern, so Yvonne Steiner.

Vor 16 Jahren wurde in Schwellbrunn der erste Rätselweg eröffnet. Dieser ist 8,6 Kilometer lang und umfasst acht Rätselposten. «Der Rätselweg ist ­sozusagen ein Veteran und nach dem Witzwanderweg der zweite Themenweg im Appenzellerland», sagte Fabian Anthamatten. Er zeichnet für die bei­den Rätselwege verantwortlich. In den ersten drei Jahren wurden im Schnitt 600 Fragebögen ausgewertet. Diese Zahl ist in den vergangenen Jahren etwa auf die Hälfte gesunken. Investitionen und Erneuerungen wie Fotobank, Flyer, Spielhüttli oder Rätselwegsäckli konnten den Teilnehmerzahlen nicht den nötigen Schwung verleihen. Dies veranlasste den Verkehrsverein dazu, eine Arbeitsgruppe ins Leben zu rufen und den Rätselweg unter die Lupe zu nehmen. Es habe sich unter anderem herausgestellt, dass der Rätselweg für Familien mit kleineren Kindern etwas weit sei, so Anthamatten. Er verweist in der Entscheidungsfindung auf Urs Berger, seines Zeichens Geschäftsführer Appenzellerland Tourismus AR, und sagt: «Urs hat sich 2008 im Rahmen seiner Diplomarbeit intensiv mit dem Rätselweg auseinandergesetzt. Wir kamen zum Schluss, dass ein kürzerer und speziell auf Familien und Kinder zugeschnittener Rätselweg ein Lösungsansatz ist», sagt Fabian Anthamatten.

Nach Dankesworten von Urs Berger sowie von Gemeindepräsident Hansueli Reutegger wurde das neue Starthäuschen, welches noch unter einem schwarzen Tuch ver­borgen war, feierlich enthüllt. Yvonne Steiner wünschte allen einen rätselhaften und lösungsorientierten Nachmittag und gab somit den neuen Themenweg frei. Anschliessend begaben sich die Teilnehmenden neugierig auf den Rätselweg. Am ersten Rätselposten, der nur wenige Gehminuten vom Starthäuschen entfernt ist, wurde miteinander gerätselt, diskutiert und nach Lösungen gesucht. Die Gruppe zog weiter und liess den rätselhaften Nachmittag wenig später bei einem Apéro im Wald gemütlich ausklingen.