Eishockey
Der SCH ist nach der 0:6-Niederlage in Frauenfeld unter Zugzwang: Um die Belle zu erzwingen, braucht Herisau am Donnerstag einen Heimsieg

Der SC Herisau liegt in der Playoff-Viertelfinalserie gegen den favorisierten EHC Frauenfeld 1:2 zurück. Die Thurgauer gewannen die dritte Partie mit 6:0. «Wir haben nichts zu verlieren», sagt SCH-Trainer René Stüssi vor dem Heimspiel am Donnerstag.

Mea McGhee, Matthias Hafen
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Die Herisauer Defensive um Torhüter Valentin Bauer hatte gegen Frauenfeld das Nachsehen.

Die Herisauer Defensive um Torhüter Valentin Bauer hatte gegen Frauenfeld das Nachsehen.

Bild: Mea McGhee (Herisau, 12. Februar 2022)

Nach dem eher überraschenden 2:0-Auswärtsbreak zum Auftakt und der 3:6-Heimniederlage am Samstag konnte der SC Herisau dem Aufstiegsanwärter aus Frauenfeld am Dienstagabend zu wenig entgegensetzen. «Es fehlten die letzte Konsequenz und die Härte, um produktiv zu sein», konstatierte Herisaus Trainer René Stüssi am Tag nach dem Spiel. Die Thurgauer überzeugten beim 6:0, womit es erstmals in dieser Viertelfinalserie einen Heimerfolg gab. Frauenfeld benötigt noch einen Sieg für den Einzug in den Playoff-Halbfinal.

René Stüssi, Trainer SC Herisau.

René Stüssi, Trainer SC Herisau.

Bild: PD

Zu wenig hartnäckig

Die Frauenfelder hatten die Partie von Anfang an im Griff, waren vor dem Tor aggressiver und gingen in der 7. Minute durch Pascal Gemperli 1:0 in Führung. Die folgenden Zweiminutenstrafen – zwei gegen die Gäste, eine gegen Frauenfeld – blieben allesamt ungenutzt. Erst zu Beginn des Mittelabschnitts hatte ein Ausschluss Auswirkung auf das Skore. Als Verteidiger Marco Koller auf der Strafbank sass, erhöhte Eric Geiser auf 2:0 für die Gastgeber (22.). Frauenfelds Flügel erwischte einen guten Abend, steuerte er doch einen Assist zum 4:0 von Konstantin Schmidt (38.) sowie die beiden letzten Treffer der Partie bei. Dazwischen hatte Mario Haldenstein das 3:0 geschossen (34.).

Frauenfeld-Goalie Daniel Styger kam mit einer starken Leitung und viel Support von seinen Vorderleuten zu einem Shut-out. Das Zu-Null hing in der 57. Minute jedoch am seidenen Faden, als James Bommeli für Herisau den Pfosten traf. Näher kamen die Gäste nicht an einen Treffer. Auch nicht im Powerplay, aus dem der SCH wiederholt zu wenig Profit schlagen konnte. Doch gerade die Spezialsituationen seien im Playoff ein Faktor, so Trainer Stüssi. Im Powerplay habe am Dienstag die Hartnäckigkeit gefehlt. Insgesamt spielten die Thurgauer ihre Routine voll aus und hatten mehr Spielanteile als die Gäste.

Am Donnerstag benötigt der SC Herisau im vierten Spiel der Serie einen Sieg vor eigenem Publikum, um die Belle zu erzwingen. Die Partie im Herisauer Sportzentrum beginnt um 20 Uhr. Das Heimteam werde alles reinbringen, so René Stüssi. Und: «Wir haben nichts zu verlieren.»