Eine Würdigung für das Gipfelrestaurant

Der Gamser Walter Schöb ist der fünfte St. Galler «Holzchopf» der Lignum Holzkette. Ausgezeichnet wurde der Werdenberger Unternehmer bei einer Preisverleihung in der Flumserei in Flums. Gewürdigt wurde zudem das neue Gipfelrestaurant der Toggenburger Bergbahnen auf dem Chäserrugg.

Reto Vincenz
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Heidi Hanselmann, Doris und Ruedi Fenk, Mirco Signer, Walter Schöb, Werner Ackermann, Melanie Eppenberger, Thomas Wildberger und Josef Kolb (von links). (Bild: pd)

Heidi Hanselmann, Doris und Ruedi Fenk, Mirco Signer, Walter Schöb, Werner Ackermann, Melanie Eppenberger, Thomas Wildberger und Josef Kolb (von links). (Bild: pd)

FLUMS/GAMS. Die Lignum Holzkette St. Gallen, als kantonaler Dachverband der Holz- und Waldwirtschaft, hat sich der Förderung und Nutzung des einheimischen Holzes verpflichtet. Alle drei Jahre zeichnet die Organisation einen «Holzchopf» aus. Geehrt werden mit dem Preis Personen, welche sich durch ihr Wirken für das St. Galler Holz verdient gemacht haben. Neuer «Holzchopf» wurde Patron Walter Schöb von der Schöb AG. Schöb hatte 1978 den elterlichen Schreinerbetrieb übernommen und ausgebaut. Insgesamt hat seine Firma 1600 Holzbauten erstellt. Die Schöb AG selber hat er um ein Bürogebäude und fünf Produktionshallen erweitert. Für die Verantwortlichen der Lignum Holzkette mit Präsident Thomas Wildberger, Wattwil, und für die Wettbewerbsjury hat er bewiesen, dass Schöb auch in schwierigen Zeiten stark an den Baustoff einheimisches Holz glaubt.

Neben Schöb wurden fünf weitere Personen und Institutionen mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet. Aus der Region Sarganserland-Werdenberg ging eine Würdigung an den Verwaltungsrat der Toggenburg Bergbahnen AG. Geschäftsführerin Mélanie Eggenberger durfte den Preis für ihr neues Gipfelrestaurant entgegennehmen. Umrahmt wurde der Anlass von einem spannenden Referat von Epea-Schweiz-Gründer Albin Kälin, in dem es um den Erhalt bzw. den Kreislauf von Rohstoffen ging. Als Hauptrednerin stand Regierungsrätin Heidi Hanselmann auf der Bühne. Die Vorsteherin des Gesundheitsdepartementes bezeichnete das Holz und den Wald als kostengünstiges Wundermittel, das Körper, Geist und Seele guttut. Der Wald erfülle eine Vielzahl von Aufgaben, so Hanselmann.

So sei er Schutzengel, Saubermacher, Lebensspender, Lehrmeister, Spielplatz, Baumeister, Seelenwärmer, Gourmettempel und Animator in einem. Und, so die Regierungsrätin scherzhaft, der St. Galler Wald mache sogar die Zürcher einmal im Jahr glücklich. Eine Anspielung darauf, dass der Böögg am Sechseläuten jeweils mit Toggenburger Holzwolle gefüllt ist.