Eine Turnerfahrt im Neuenburger Jura

Die Mitglieder der Männerriege Hochsteig reisten im Rahmen ihrer zweitägigen Turnerfahrt kürzlich von der Ost- in die Westschweiz.

Reto D'intino
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Die Mitglieder der Männerriege Hochsteig reisten im Rahmen ihrer zweitägigen Turnerfahrt kürzlich von der Ost- in die Westschweiz.

Unsere Wanderung begann in Boudry am Eingang zur Areuse-Schlucht. Nach einer kurzen Einkehr im Café du Pont folgten wir flussaufwärts dem wildromantischen Lauf der Areuse, dem grössten Fluss im Kanton Neuenburg. Das Wasser hat sich in Tausenden von Jahren den Weg durch eine bis zu 100 Meter hohe und enge Felsschlucht geschaffen und stürzt über mehrere Wasserfälle 270 Meter in die Tiefe.

Im idyllisch gelegenen Hotel de la Truite in Champ du Moulin stärkten wir uns mit einem feinen Fischmenu. Danach ging es weiter durch den obersten Teil der Areuse-Schlucht bis zum Bahnhof Noiraigue, wo uns der Zug nach Môtier brachte. Im benachbarten Boveresse liessen wir uns durch Philipp Martin in die Geheimnisse der Herstellung des Absinths einweihen. Nach der Aufhebung des Absinthverbots im Jahre 2005 begann man wieder, legal zu brennen. Natürlich durfte auch eine Degustation der «Grünen Fee» (verdünnt mit Wasser) nicht fehlen. Mit dem Postauto verliessen wir das Val de Travers und erreichten um 19 Uhr La Brévine. Nach dem Zimmerbezug in der Auberge Le Loup Blanc genossen wir ein reichhaltiges Nachtessen, das sich bei reger Unterhaltung bis gegen 23 Uhr ausdehnte. Am Sonntag wanderten wir durch Wälder und Juraweiden, meist nahe der französischen Grenze entlang. Ab Le Cerneux-Péquignot brachte uns das Postauto in die Uhrenstadt Le Locle. Im Café Le Moka wurde uns ein feines Mittagsmahl serviert. Mit dem Zug ging es weiter nach La Chaux-de-Fonds, wo wir dank einer guten Stadtführung viel Interessantes erfuhren. Die Aussichtsplattform des Espacité-Turms bot uns eine herrliche Übersicht. Mit einem Kleinbus liessen wir uns zu charakteristischen Gebäuden aus der Gründerzeit der Uhrenindustrie und zu den hypermodernen Fabriken im Quartier Crèt du Locle führen. Um 16.30 Uhr bestiegen wir den Zug für die Heimreise. Dank der Organisation durch Toni Fischer durften wir zwei abwechslungsreiche Tage im Neuenburger Jura geniessen.