Eine traumhafte Nacht

Frohgemut und entspannt sitze ich an der Bar und führe mir einen Drink zu Gemüte. Und noch einen. Rundherum hat es interessante Gesprächspartner… es scheint ein lockerer Abend zu werden.

Silvia Fritsche
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Bild: Silvia Fritsche

Bild: Silvia Fritsche

Frohgemut und entspannt sitze ich an der Bar und führe mir einen Drink zu Gemüte. Und noch einen. Rundherum hat es interessante Gesprächspartner… es scheint ein lockerer Abend zu werden.

Plötzlich, wie aus dem Nichts, überfallen mich hinterrücks drei Banditen. Mir wird angst und bang! In meiner beklemmenden Situation tue ich wie von ihnen geheissen. Beherzt greife ich in den Rachen des auf der Theke lauernden Krokodils und drücke ihm den Zahn! Zugeschnappt, ich sitze in der Falle. Glücklicherweise eilt mir eine Horde starker Wikinger zu Hilfe und die Banditen werden von einer hübschen Piratin in Beschlag genommen. Von Weitem höre ich schon das Himmelsorchester mit Posaune, Trompete, Sousaphon und Pauke. Es wird voller Inbrunst vom Chor der Engel in allen möglichen Kostümen gesanglich begleitet und alle Affen tanzen und die Bären auch. In meiner Hochstimmung erscheint mir eine Wahrsagerin. Wahrscheinlich will sie mir die Zukunft voraussagen – nämlich, dass mein Kopf am nächsten Tag fürchterlich schmerzen werde. Eine Furie einer Person im Neandertaler-Look will den Teufel austreiben, wenn man denn nur ihre Sprache noch verstehen könnte. Je tiefer die Nacht, desto mehr Lichter gehen aus. Der Tod lauert schon in der nächsten Ecke und rasselt ungeduldig mit der Kette. So schlimm kann es jedoch nicht sein, denn neben ihm wartet friedlich ein Mönch. Falls ich alleine nicht weiter wüsste, würden mir die charmanten Herren von 1818 bestimmt gerne weiterhelfen.

Schliesslich geht's in begleitetem Personenschutz zweier römischer Legionäre im Morgengrauen zu Fuss nach Hause. Was kann sie erlebnisreich, wunderbar chaotisch und glücklicherweise einem Alptraum fern sein, so eine Fasnachts-Nacht!