Eine schlechte Voraussetzung

Zäme-Wachse: Begleitung von Asylsuchenden Ausgabe vom 4. Mai 2016

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Am 4. Mai orientierte das Toggenburger Tagblatt über den Informationsabend zum Projekt «Zäme-Wachse». Dieser Mitteilung konnten die Leserinnen und Leser entnehmen, dass die Gemeinde Lütisburg sich nicht daran beteiligt. Dies ist bedauerlich, handelt es sich doch um ein Projekt, das von den Gemeinden Bütschwil-Ganterschwil und Mosnang sowie von den Kirchgemeinden der Seelsorgeeinheit Unteres Toggenburg und der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Unteres Toggenburg getragen wird. Das Abseitsstehen der Gemeinde Lütisburg ist umso unverständlicher, als dass sich der Gemeinderat für die Prüfung eines Zusammenschlusses mit den Gemeinden Bütschwil-Ganterschwil und Oberhelfenschwil ausgesprochen hat und an der Grundsatzabstimmung darüber am

27. November beteiligt. Zu erwähnen ist, dass sich die Gemeinde Lütisburg auch nicht am b'treff Bütschwil beteiligt.

Im Hinblick auf die Grundsatzabstimmung vom 26. November erscheint mir die Haltung des Lütisburger Gemeinderates wenig auf Zusammenarbeit ausgerichtet. Für mich ist das eine schlechte Voraussetzung für eine Vereinigung. Von einer vereinigungswilligen Gemeinde erwarte ich nicht nur verbale Zustimmung, sondern auch Taten und ein Mittragen von Projekten im Einzugsgebiet der vereinigungswilligen Gemeinden. Die Wahlberechtigten in Lütisburg tun gut daran, für die Behördenwahlen am 25. September die Kandidierenden daraufhin zu prüfen, ob sie mit Herzblut hinter einer Gemeindevereinigung stehen und diese Haltung auch der Bevölkerung gegenüber unmissverständlich vertreten. Sollten sich Gemeinderäte öffentlich gegen die Grundsatzabstimmung und Vereinigung aussprechen, würden das viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger aus Bütschwil-Ganterschwil nicht goutieren. Sie tun das heute schon gegenüber der Verweigerung von Lütisburg, sich an den oben erwähnten Projekten zu beteiligen.

Bruno Facci, Geren 282

9608 Ganterschwil