«Ein Jubiläum, das nicht so schnell vergessen wird»

Zwei Monate nach dem Bergrennen Hemberg zieht das Organisationskomitee Bilanz. Nach einer regnerischen Aufbauphase konnten wir am Freitag bei stahlblauem Himmel mit dem Fahrerlagerbezug starten.

Christian Schmid, Präsident Ok Bergrennen Hemberg
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Das Wetter spielte am Wochenende des Bergrennens Hemberg 2016 nicht mit. (Bild: Urs M. Hemm)

Das Wetter spielte am Wochenende des Bergrennens Hemberg 2016 nicht mit. (Bild: Urs M. Hemm)

Zwei Monate nach dem Bergrennen Hemberg zieht das Organisationskomitee Bilanz.

Nach einer regnerischen Aufbauphase konnten wir am Freitag bei stahlblauem Himmel mit dem Fahrerlagerbezug starten. Die Stimmung war gut und alle freuten sich, dass die Bergrennsaison startet. Allerdings schwebte das Wissen darum, dass es am Samstag und Sonntag schlechtes Wetter sein wird, wie ein Damoklesschwert über Hemberg. Bereits am Mittwoch wurde im OK entschieden, dass wir auf den Schlechtwetter «Plan B» setzen mussten, um finanziell nicht in ein zu grosses Loch zu fallen. So haben wir «heruntergefahren», wo wir konnten. Aber zuerst startete am Freitagabend das Dorffest bei schönstem Wetter. Auch am Samstagabend war Petrus dem Hemberg gut gesinnt. Somit war das Dorffest am Freitag und Samstag gerettet und sehr erfolgreich.

Schwierige Verhältnisse

Die Verkehrssituation forderte das Team ausserordentlich. Aufgrund der enormen Niederschläge musste das gesamte Verkehrskonzept komplett auf den Schlechtwetter-Notfallplan umgestellt werden. Das war eine grosse Herausforderung im gesamten Bereich der Besucher- und VIP-Transporte und erforderte von den Besuchern grosses Verständnis.

Mit starken Niederschlägen am Samstagmorgen und einem Unfall in der Zielregion startete der Rennbetrieb nicht optimal. Der Rennbetrieb verlief das ganze Wochenende sehr turbulent und schwierig. Zahlreiche weitere Unfälle, einige davon sehr spezieller Art, brachten in der Summe weitere starke Verzögerungen und Wartezeiten mit sich. So mussten diverse Showblöcke, ein Trainingslauf und ein Rennlauf gestrichen werden. Das sehr wechselhafte Wetter trug weiter seinen Teil zu einem schwierigen Rennverlauf bei. Wobei man sagen muss, dass viele der Unfälle nicht direkt auf den Regen zurückzuführen sind, sondern während trockenen Phasen passierten. Es zeigte sich einmal mehr, dass die Strecke in Hemberg gnadenlos ist, wenn sie unterschätzt wird. Denn sie ist und bleibt anspruchsvoll und ist enorm schwierig zu fahren.

Einzigartige Momente

Insgesamt sind wir mit einem blauen Auge davongekommen. Das Wetter war am Freitag- und Samstagabend herrlich, was uns allen ein wunderschönes Dorffest mit vielen Besuchern bescherte. Dass uns am Sonntagmorgen der Wettergott gut gesinnt war, rettete uns vor dem Schlimmsten, denn so lockte der Sonntag doch noch eine schöne Anzahl Besucher an. Das Bergrennen Hemberg 2016 wird mir persönlich bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben, da ich einige Momente erlebt habe, die man lieber nicht erleben möchte.

Aber nebst den unschönen Momenten hat es auch bei der fünften Austragung des neuen Bergrennens Hemberg viele einzigartige Momente gegeben, die uns allen hoffentlich noch lange in Erinnerung bleiben werden.

Fallen, aber nicht liegenbleiben

Wir stecken noch mitten in der Nachbearbeitungsphase, mit Nachgesprächen, Analysen, Debriefings und Abrechnen. Wie immer werden wir uns auch in diesem Jahr so schnell wie möglich aufraffen, um wieder nach vorne zu schauen – aufs Bergrennen Hemberg 2017.

Sehr treffend passt auch im Nachhinein Johann Wolfgang von Goethes Zitat , welches ich bereits im diesjährigen Begrüssungstext im Programmheft verwendet habe: «Durch Stolpern kommt man bisweilen weiter; man muss nur nicht fallen und liegenbleiben.»