Ein Appenzeller…

Der Appenzeller Ausderau stand eigentlich ganz gern im Stau, und war ein solcher zu vermuten, so wählte er von allen Routen zielstrebig stets den Gotthard aus. Bereits im Vorfeld eines Staus trat oft ein Nervenkitzel ein, wo mochte dessen Ende sein,

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Hr Eugen Auer Portraet für Gwondrig (Bild: Martina Basista)

Hr Eugen Auer Portraet für Gwondrig (Bild: Martina Basista)

Der Appenzeller Ausderau

stand eigentlich ganz gern im Stau,

und war ein solcher zu vermuten,

so wählte er von allen Routen

zielstrebig stets den Gotthard aus.

Bereits im Vorfeld eines Staus

trat oft ein Nervenkitzel ein,

wo mochte dessen Ende sein,

stand gar ein Staurekord bevor?

War er noch weit vom Tunnelrohr

bereits in Amsteg eingeklemmt,

so stieg er aus, um ungehemmt

auf Leuthards Politik zu fluchen

und Leidgenossen aufzusuchen

im Zorn auf den Verkehrssalat.

Er schimpfte auf den Bundesrat

und zeigte gleich noch nebenbei,

den Nachbarn, dass er jemand sei,

der sich einen Boliden leiste.

Weil er so ganz zufrieden reiste,

fuhr er stets vor den Feiertagen.

Man kann sich deshalb füglich fragen,

ist allenfalls der Fahrzeugstrang

an vielen Tagen derart lang,

weil mancher Fahrer so gestrickt

und im Verkehrsstau ähnlich tickt,

wenn nicht mitunter ganz genau

wie der Ausderau?

Eugen Auer

Eine Auswahl der Glossen von Eugen Auer ist

in Buchform erschienen. «Ein Appenzeller namens…»,

Bände 2 bis 3 sowie eine CD, ist noch im Buchhandel

oder unter www.appenzellerverlag.ch erhältlich. Band 4

erscheint im Herbst.