Die Bauarbeiten dauern noch bis November

Ein Team der Schweizerischen Südostbahn AG (SOB) hat zu einer Informationsveranstaltung am Bahnhof Brunnadern-Neckertal eingeladen. Dieser befindet sich derzeit im Umbau.

Anina Rütsche
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Am Bahnhof in Brunnadern erklärte Projektleiter Manfred Guntlin (in oranger Weste) den Anwohnerinnen und Anwohnern auf einer kurzen Führung die Umbaupläne. (Bild: Anina Rütsche)

Am Bahnhof in Brunnadern erklärte Projektleiter Manfred Guntlin (in oranger Weste) den Anwohnerinnen und Anwohnern auf einer kurzen Führung die Umbaupläne. (Bild: Anina Rütsche)

Der Bahnhof Brunnadern-Neckertal ist derzeit eine Baustelle. Am frühen Mittwochabend hatten die Anwohnerinnen und Anwohner die Möglichkeit, sich an einem von der Schweizerischen Südostbahn (SOB) organisierten Anlass vor Ort über die Neuerungen zu informieren, die sie nach der Fertigstellung im November erwarten. Rund 40 Interessierte waren der Einladung gefolgt. Sie begaben sich aufgeteilt in kleinere Gruppen auf eine kurze Führung mit Projektleiter Manfred Guntlin.

Ohne Stufe in den Zug einsteigen

Während des Rundgangs ging Manfred Guntlin zunächst auf die Ausgangslage der Sanierung ein. «Die Perronanlage entsprach nicht mehr den Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes», erklärte der Projektleiter. Er fügte an, dass sämtliche öffentlich zugängliche Einrichtungen der Bahn spätestens bis Ende 2023 entsprechend angepasst werden müssten. Konkret bedeute das, die Perrons zu erhöhen, damit die Fahrgäste stufenlos in die Zugkompositionen gelangen können. Die Höhe vom Gleis auf den Perron wird nach Abschluss der Arbeiten 55 Zentimeter betragen. Auch betreffend die Beleuchtung wird die Anlage Brunnadern-Neckertal auf den neusten Stand gebracht. Demnächst installieren die Arbeiter gemäss Manfred Guntlin eine «bedarfsgerechte LED-Beleuchtung». Das heisst, dass das Licht künftig je nach An- und Abwesenheit von wartenden Passagieren automatisch gesteuert wird – Sensoren machen dies möglich. Diese Technik eigne sich besonders für auf dem Land gelegene Bahnhöfe, da diese seltener frequentiert seien als die städtischen.

Übergang statt Unterführung

Der Zugang zum Mittelperron erfolgt in Brunnadern-Neckertal neu mittels eines Gleisübergangs, der in eine Rampe mündet. Er befindet sich auf derjenigen Seite der Anlage, die näher beim Portal des Wasserfluhtunnels liegt. Auch die Postautos halten nun an dieser Stelle, nicht mehr auf dem kleinen Platz auf der Mogelsberg zugewandten Seite des Bahnhofsgebäudes. «Das ist so, weil sich wegen des verlegten Übergangs neue Wege für die Reisenden ergeben», erklärte der Projektleiter. Auch erfuhr man, dass eine Unterführung derzeit am Bahnhof Brunnadern-Neckertal aus finanziellen Gründen nicht gebaut werden könne. Der Mittelperron mit kleiner Wartehalle sei aber genügend breit, um allenfalls zu einem späteren Zeitpunkt eine solche zu erstellen.

Abschliessend erklärte der Projektleiter, warum in Brunnadern-Neckertal je zwei Perronkanten benötigt werden, obwohl es an dieser Stelle in der Regel Kreuzungen gibt: «Im Falle einer Verspätung muss die Kreuzung hierher verlegt werden.» Sollten dereinst fahrplanmässige Kreuzungen stattfinden, könne der Zugang mit einer Schranke ausgerüstet werden.

Nach der Führung begaben sich die Anwohnerinnen und Anwohner in die im Freien eingerichtete Festwirtschaft des Hotels Bahnhof, wo die SOB zu Würsten, Brot, Schlorzifladen und Getränken einlud.