Bazenheid auf Rekordjagd

Realisiert der Leader der 2. Liga, Gruppe 2, am Samstag bei Aufsteiger Bronschhofen den sechsten Sieg in Folge, wäre die Startserie mit 18 Punkten der Spielzeit 1996/97 egalisiert.

Beat Lanzendorfer
Drucken
Für die Bütschwiler Spielerinnen ist es entscheidend, dass sie am Sonntag den Ball nicht aus den Augen verlieren. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Für die Bütschwiler Spielerinnen ist es entscheidend, dass sie am Sonntag den Ball nicht aus den Augen verlieren. (Bild: Beat Lanzendorfer)

2. Liga, Gruppe 2, die Spitze enteilt weiter

Vor zwanzig Jahren ist Bazenheid erstmals in der Vereinsgeschichte in die 2. Liga aufgestiegen. Die Premierensaison begann mit unglaublichen 18 Punkten aus sechs Partien. Die erste Niederlage kassierte die Mannschaft, die damals von Jack Hörler trainiert worden ist, in der siebten Runde gegen den späteren Aufsteiger Kreuzlingen. Nun ist die Stefanachi-Elf drauf und dran, die alte Marke gegen Bronschhofen einzustellen. Gelingt eine Woche später auch gegen Steinach ein Sieg, müssen die Geschichtsbücher neu geschrieben werden. Ganz so einfach wird die Übung nicht zu bewerkstelligen sein, denn die zwei kommenden Gegner gehören zum erweiterten Spitzenfeld. Auf einen Ausrutscher der Toggenburger wartet Amriswil. Der Thurgauer Aufstiegskandidat empfängt Tobel und wird sich, zumindest kurzfristig, nicht abschütteln lassen.

3. Liga, Gruppe 4, Kirchberg kann Führung übernehmen

Kein Zweifel, Kirchberg ist nach dem fünften Spieltag die grosse Überraschung. Im vorgezogenen Spiel von heute abend gegen Linth 04 benötigt die Mannschaft einen Punkt, um zumindest temporär die Tabellenspitze zu übernehmen. Diesen Exploit hatte vor sechs Wochen niemand so vorausgesagt.

Wo es Sieger gibt, sind die Verlierer nicht weit. In diesem Fall ist es Bütschwil. Einziges Team der Gruppe, das noch keinen Sieg verbuchen konnte. Die aktuelle Lage ist nicht hoffnungslos, aber dramatisch. Die kommenden zwei Spiele sind lebenswichtig, denn Uznach und Netstal kämpfen ebenfalls ums nackte Überleben.

Dranbleiben heisst die Devise bei Wattwil Bunt. Auswärts in Gossau darf nichts anbrennen. Gegen einen Abstiegskandidaten möchten die Jungs um Trainer Licata den zuletzt ersichtlichen Aufwärtstrend fortsetzen. Wie lange kann sich Wängi an der Spitze halten? Das schwierige Auswärtsspiel in Eschenbach vor der Brust, ist ein Leaderwechsel gar nicht so abwegig.

4. Liga, Gruppe 7 und 8, gute und schlechte Zeiten

Warum Neckertal-Degersheim am Ende der letzten Spielzeit auf einem Abstiegsplatz stand, ist noch unverständlich. Die Mannschaft ist gewillt, den Schaden des Unfalls schnellstmöglich zu beheben. Nach sechs Runden ist die Bilanz makellos – der Konkurrenz bleibt nur ungläubiges Staunen. Am ehesten kann mit dem spielfreien Leader Wattwil Bunt mithalten. Bei Schlusslicht Bronschhofen bietet sich am Samstagabend sogar die Möglichkeit, nach Punkten zum Spitzenreiter aufzuschliessen. Nach der dritten Saisonpleite, am Dienstag in Bütschwil, muss sich Ebnat-Kappel nach hinten orientieren. Die jetzige Form wird kaum zu einem Dreier gegen den Tabellendritten Wil genügen.

Frauen, 1. und 2. Liga – Siege sind gefordert

Die Gruppierung Neckertal-Bütschwil ist Letzter in der 1. Liga. Eine Klasse tiefer Ebnat-Kappel nur unwesentlich besser. Die Toggenburger Frauen machen schwierige Zeiten durch. Immerhin besteht die Hoffnung, dass bei der vorhandenen Spielstärke der Gegner, Bütschwil muss zum Tabellenneunten Südost Zürich, Ebnat empfängt Rapperswil, die langersehnte Trendwende einsetzen wird.