Bauwirtschaft
Hohe Bautätigkeit trotz Lieferschwierigkeiten und wachsender Bürokratie: Baumeister aus dem Appenzellerland sind zuversichtlich

Kürzlich trafen sich die Baumeister beider Appenzell im Beisein von Gästen und ehemaligen Unternehmern zur 94. Generalversammlung in Heiden. In den vergangenen zwei Jahren musste sie wegen der Coronapandemie schriftlich durchgeführt werden.

Esther Ferrari
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Der Vorstand von links nach rechts: Aktuar Franz Manser, Kassier Oliver Hörler, abtretender Vizepräsident Werner Aemisegger, Präsident Josef Zimmermann, der neue gewählte Vizepräsident Andreas Fässler, Lehrlingsobmann Werner Vicini.

Der Vorstand von links nach rechts: Aktuar Franz Manser, Kassier Oliver Hörler, abtretender Vizepräsident Werner Aemisegger, Präsident Josef Zimmermann, der neue gewählte Vizepräsident Andreas Fässler, Lehrlingsobmann Werner Vicini.

Bild: ef

Die vergangenen zwei Jahre hätten gezeigt, dass sich die Umstände in kurzer Zeit und mit bislang nicht vorstellbaren Konsequenzen ändern können, sagte Präsident Josef Zimmermann in seinem Jahresbericht an der Generalversammlung des Baumeisterverbands beider Appenzell im Hotel Heiden. Materialen, die früher innert kurzer Zeit verfügbar waren, hätten heute wochenlange Lieferfristen. Beim Einkaufen von gewissen Teilen oder Komponenten bestehe nicht mehr die Frage zu welchem Preis geliefert, sondern ob überhaupt geliefert werden könne.

Die ständig wachsende Flut von Gesetzen, Verordnungen und Massnahmen erschwere das tägliche Arbeiten. Und trotzdem, «in der Schweiz jammern wir auf einem hohen Niveau.»

Bauherren nehmen Verantwortung wahr

Die Bautätigkeit könne in unserer Region durch anhaltende tiefe Zinsen auf einem beachtlichen Niveau gehalten werden. Die Bauherren hätten ihre Verantwortung wahrgenommen und vermehrt im Heimatland investiert, in Neubauten, Ersatzbauten und Infrastrukturprojekte.

Josef Zimmermann schloss mit den Worten: «Tragen wir Sorge zu unseren Werten und pflegen wir ein respektvolles miteinander!» Wie nahe vermeintliche Sicherheit und Zerstörung beieinanderliegen, zeige der Krieg im Osten täglich auf. Er verzichtete absichtlich auf Statistiken und Zahlen, da diese periodisch vom Schweizerischen Baumeisterverband publiziert würden.

Maurerlehrlinge sind willkommen

In Folge Pandemie wurden in letzter Zeit keine Veranstaltungen durchgeführt. Die Jahresrechnung schliesst mit einem kleinen Verlust. Das Budget ist vorsichtig, zurückhaltend geplant. Man hofft auf ein normales Vereinsjahr. Werner Vicini, Lehrlingsobmann, dankte den Lehrbetrieben für das Engagement zur Ausbildung und Sicherheit des Berufsnachwuchses. Einer guten Ausbildung wird ein grosser Stellenwert beigemessen. Ein Dank ging an verschiedene Firmen, welche Lehrbetriebe unterstützen. Ein Weiterer an René Engetschwiler von der Maurerlehrlehrhalle Gossau für die konstruktive Zusammenarbeit. Er war als Gast anwesend. Beim QV der Baupraktiker hatten letztes Jahr die Lernenden aus St.Gallen und beider Appenzell, den ersten Rang erreicht. Es ist zu hoffen, dass Jugendliche auf die Berufe in der Baubranche aufmerksam werden.

Wechsel im Vorstand

Aus dem Vorstand ist Werner Aemisegger, Vizepräsident, zurückgetreten. An seine Stelle wurde Andreas Fässler gewählt. Einstimmig wiedergewählt wurde der ganze Vorstand sowie die Revisoren. Das anschliessende Mittagessen bereicherte die Kapelle Rhiapp mit stimmiger Musik und Liedern.