Bauern tagten in Gonten

Die Landi Appenzell AG machte mehr Umsatz als im Vorjahr. An der Versammlung des Innerrhoder Bauernverbandes sprach der Leiter des Amtes für Umwelt über Gülle.

Ueli Abt
Drucken
Sutters aus Brülisau repräsentieren im laufenden UNO-Jahr die bäuerlichen Familienbetriebe – aus ihrem Alltag berichten sie auf Facebook. (Bild: ua)

Sutters aus Brülisau repräsentieren im laufenden UNO-Jahr die bäuerlichen Familienbetriebe – aus ihrem Alltag berichten sie auf Facebook. (Bild: ua)

GONTEN. Die Initiative für Ernährungssicherheit des Schweizer Bauernverbandes und der SVP findet im Kanton Appenzell Innerrhoden Anklang: 1000 Unterschriften hat der kantonale Verband bisher gesammelt. Im Laufe einer weiteren Sammlung am 15. März sollen weitere 500 Unterschriften dazukommen, wie gestern an der Hauptversammlung in Gonten zu erfahren war. Die Vorlage will dem Verlust an Kulturland entgegenwirken und damit auch dem Rückgang der Betriebe. Seit 1996 ging beispielsweise in Gonten die Zahl der Betriebe um etwa 30 auf rund 90 zurück, wie Hauptmann Ruedi Eberle einleitend exemplarisch festhielt.

Positives Ergebnis für Verband

Über eine Zunahme konnte sich immerhin die Landi Appenzell AG freuen: Ihr Umsatz war 2013 um rund 80 000 Franken auf 2,47 Millionen gestiegen. Bezüglich Neubau war zu erfahren, dass er 2016 eröffnet werden soll. Und auch der Verband konnte erfreuliche Zahlen vorlegen: Das Ergebnis beträgt gut 32 000 Franken und das Eigenkapital rund 436 000 Franken. Nebst zahlreichen Lehrabgängern ehrte Präsident Sepp Neff im Verlauf der Versammlung auch die siebenköpfige Familie Sutter – sie repräsentiert im laufenden UNO-Jahr die bäuerlichen Familienbetriebe und bericht auf Facebook aus dem Alltag.

In seinem Votum ganz am Schluss kündigte Gewässerschützer Fredy Mark an, den sogenannten «Ortsüblichen Bewirtschaftungsbereich» (OBB) abschaffen zu wollen. Dieser regelt, dass Bauern nur in einem bestimmten Umkreis von ihrem Hof Gülle ausbringen können. Dabei sei es sinnvoll, wenn Innerrhoder Bauern Gülle auch ins Rheintal bringen dürften – damit liessen sich Ziele des Gewässerschutzes mit den Interessen der Landwirtschaft vereinbaren. Ständerat Ivo Bischofberger werde eine entsprechende Motion in Bern einbringen.

Keine Jauche, wenn es kalt ist

Weiter appellierte Mark an die Bauern, sich an die saisonalen Spielregeln zu halten. Erst wenn temperaturmässig der Tagesdurchschnitt während sieben Tagen über fünf Grad liege, könne man Jauche ausbringen.