AVM mit Innovationspreis ausgezeichnet

Im Rahmen des Wirtschaftsforums Toggenburg wurde kürzlich der Innovationspreis 2016 vergeben. Jurypräsident Hanspeter Bär zeigte sich erfreut über die Qualität der eingereichten Projekte. Den Sieg holte sich die AVM Engineering AG, Dietfurt.

Urs M. Hemm
Drucken
Jurypräsident Hanspeter Bär überreichte die Auszeichnungen an Beatrice Straub Haaf (RDZ Wattwil), Patrik Grütter (G-Technology GmbH) sowie an René Zwingli (AVM Engineering AG) (von links). (Bild: Urs M. Hemm)

Jurypräsident Hanspeter Bär überreichte die Auszeichnungen an Beatrice Straub Haaf (RDZ Wattwil), Patrik Grütter (G-Technology GmbH) sowie an René Zwingli (AVM Engineering AG) (von links). (Bild: Urs M. Hemm)

WATTWIL. «Innovation ist nicht einfach», sagte Jurypräsident Hanspeter Bär im Interview mit Moderator Patrick Rohr. «Es braucht Mut und Durchhaltevermögen. Aus diesem Grund sehe ich den Innovationspreis auch als Motivation und Anerkennung für die Unternehmungen, die innovativ sind.» Entscheidende Kriterien für die dreiköpfige Jury in der Beurteilung der eingereichten Innovationen waren, ob sie wirklich neu auf dem Markt sind und sie ein echtes Kundenbedürfnis abdecken. Ein drittes Kriterium waren der Nutzen und die Auswirkungen der Idee, beispielsweise auf die Wettbewerbsfähigkeit der Firma oder zur Arbeitsplatzsicherung. Die drei Projekte, die in diesem Jahr diesen Kriterien am ehesten entsprachen, waren das Regionale Didaktische Zentrum (RDZ) Wattwil, die AVM Engineering AG mit Sitz in Dietfurt sowie die G-Technology GmbH aus Lichtensteig.

Industrie 4.0 im Toggenburg

In den Augen der Jury das innovativste Projekt wurde von der AVM Engineering AG eingereicht, die von René Zwingli repräsentiert wurde. Die AVM ist in der Softwareentwicklung im Bereich Automatisierungstechnik und Maschinensteuerungen tätig. Beim eingereichten Beitrag der AVM handelt es sich um eine völlig neue Art und Weise, wie man Maschinensteuerungen programmiert. Grundsätzlich geht es um die Entwicklung einer kompletten Applikation, die auf die unterschiedlichsten Maschinen anwendbar ist. «Eigentlich automatisieren wir das Programmieren selbst», sagte René Zwingli. «In den Augen der Jury ist das ein schönes Beispiel für die Industrie 4.0, indem die AVM die Digitalisierung dazu nutzt, um Tools zu entwickeln, die das Leben erleichtern und vereinfachen», sagte Jurypräsident Hanspeter Bär.

Effizientes Filtersystem

Auf den zweiten Platz wählte die Jury die Innovation der G-Technology GmbH aus Lichtensteig, vertreten durch Patrik Grütter, Firmengründer, Inhaber und Geschäftsführer. Die G-Technology GmbH ist in der Entwicklung und Herstellung von Feinstaub-Filteranlagen, insbesondere auch für Holzheizungen, tätig. Die Innovation ist, dass die Filtertechnologie, die bei Dieselfahrzeugen eingesetzt wird, auch für Holzheizungen anwendbar ist und zwar in einem komplett geschlossenen und daher energieeffizienten System. Die Jury lobte vor allem die Nachhaltigkeit des neuen Systems. Der dritte Platz ging an das RDZ Wattwil, welches durch dessen Leiterin Beatrice Straub Haaf vertreten war. «Ein Schwerpunktthema im neuen Lehrplan ist der Wandel der Zeit. Da lag es nahe, sich in Wattwil die Entwicklung der Textilindustrie genauer anzusehen», sagte sie. Auf dieser Grundlage hat das RDZ einen Lehrpfad entwickelt, der die Kinder an sieben Lernorte in Wattwil führt, die einen engen Bezug zur Textilindustrie hatten. Dort finden die Kinder Aufgabenstellungen, die sie im Anschluss in der Schule vertiefen können. Die Jury würdigte unter anderem die Kombination zwischen der Arbeit in der Lernwerkstatt und dem selbständigen Erarbeiten von Kenntnissen auf dem Rundgang zu den verschiedenen Lernorten.