Ambitionierte Skispringer

In der jüngsten Kategorie U8 auf der HS-22-m-Schanze in Schruns Tschagguns dominierte Lars Künzle aus Unterwasser mit drei Siegen seine Konkurrenz. Er zeigte die weitesten und die schönsten Sprünge.

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Lars Künzle (U8) dominierte mit drei Siegen seine Konkurrenz. (Bild: pd)

Lars Künzle (U8) dominierte mit drei Siegen seine Konkurrenz. (Bild: pd)

SKISPRINGEN. Die Helvetia Nordic Trophy, die grösste Wettkampfserie für Schweizer Nachwuchs-Skispringer, ist immer wieder gezwungen, ihre Veranstaltungen ins nahe Ausland zu verlegen, da in der Schweiz im Winter keine grossen Schanzen in Betrieb sind.

Am letzten Wochenende war das Vorarlberg an der Reihe. Die neuen Skisprunganlagen in Schruns Tschagguns mit vier verschiedenen Schanzengrössen sind prädestiniert dafür. Viele emsige Helfer des Ostschweizer Skiverbandes als Veranstalter waren mit der Schanzenpräparation und der Durchführung von nicht weniger als drei Wettkämpfen intensiv beschäftigt. Hervorragende Verhältnisse animierten die über 70 Nachwuchsspringer aus der ganzen Schweiz am Samstag zu Topleistungen. Am Sonntag kam dann leider Föhn auf, so dass nur ein Sprung absolviert werden konnte.

Drei Siege durch Lars Künzle

Lars Künzle aus Unterwasser, Sohn des Trainers von Simon Ammann, dominierte mit drei Siegen in der jüngsten Kategorie U8 seine Konkurrenz. Er zeigte auf der HS-22-m-Schanze nicht nur die weitesten Sprünge, sondern auch stilistisch die schönsten. Ebenfalls gut in Szene setzen konnte sich Fenja Pedrolini aus Wildhaus, die dreimal als Vierte neben dem Podest stehen musste. Ihre Teamkollegen Arno Schmid und Randy Lemmenmeier, ebenfalls vom ssc Toggenburg, teilten sich jeweils die folgenden zwei Ränge. Arno wurde zweimal Fünfter und einmal Sechster und Randy zweimal Sechster und einmal Fünfter. Auf derselben Schanze konnte Colin Brändle in der Kategorie U10 zweimal den fünften Rang belegen und einmal durfte er sogar eine Bronzemedaille in Empfang nehmen.

Das grösste Teilnehmerfeld war in der Kategorie U12 auf der HS-40-m-Schanze am Start. Die beiden OSSV Skispringer haben diesen faszinierenden Sport erst vor ungefähr einem Jahr begonnen. Es ist deshalb erfreulich, wie Mischa Sturm vom SC Ulisbach mit Sprüngen zwischen 22,5 und 24 Meter schon recht gut mithalten konnte. Er begann mit einem 13. Rang und steigerte sich über einen elften Rang auf den 10. Rang. Auch Emely Torazza vom SC Riedern zeigte Sprünge über 20 m und belegte damit die Ränge 20 und zweimal 17.

Podestplätze für Elias Dietrich

Elias Dietrich vom SC Vilters war in der Kategorie U16 auf der zweitgrössten Schanze der einzige Ostschweizer Teilnehmer. Mit Sprüngen zwischen 45,5 und 48,5 Metern konnte er zweimal die Silber- und einmal die Bronzemedaille entgegennehmen. Die U16-Athleten waren bereits auf der HS-108-m-Schanze am Start. Auch der Gamser Nicola Zäch wagte sich schon über die Grossschanze und erreichte mit Sprüngen auf 65 bis 74 m am ersten Tag die Ränge sechs und sieben. Am Sonntag gelang ihm dann eine grosse Steigerung auf 81 m, womit er den beachtlichen vierten Rang erreichte.

Am Samstag war auch die Weltcup-erfahrene Sarganserländer Skispringerin Sabrina Windmüller am Start. Sie war die einzige Teilnehmerin der Damenkategorie und zeigte mit Sprüngen auf 79 bis 85 Meter schöne Weiten. (pd)