Alpstein
Vom Appenzellerland um die ganze Welt – die Begeisterung rund um den «Äscher»

Er ist Ausflugsziel, schönster Ort der Welt und Werbeträger zugleich. Spätestens als die Algorithmen von Social Media zum Zug kamen, kannte wohl jede und jeder das Haus am Fels. Was die Begeisterung auslöste und was «National Geographic» damit zu tun hat.

Philomena Koch/FM1Today
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Ein Platz auf dem Titelbild eines «National Geographic»-Buches machte das Gasthaus Äscher weltberühmt.

Ein Platz auf dem Titelbild eines «National Geographic»-Buches machte das Gasthaus Äscher weltberühmt.

Bild: Ralph Ribi

Gasthaus, Wanderausflug und Symbol für die Schweiz als Touristendestination – das Bild vom «Äscher »dürfte wohl allen bekannt sein. Heute gilt der «Äscher »als eine der schönsten Bergbeizen weltweit. Lange wussten das vor allem die Appenzeller. Spätestens dann, als die Blogger und Newsportale ins Spiel kamen, wurde ein regelrechter Hype um das Gasthaus ausgelöst, wie FM1Today schreibt. Seit den Erwähnungen in Listen von «geheimen Orten» und «Places to see before you die» verbreitete sich die Nachricht der Schönheit des «Äschers» um den ganzen Globus. Heute gehört er zu den beliebtesten Ausflugszielen der Schweiz und hat einen Kultstatus wie das Matterhorn erreicht.

Kultsymbol

Seine Beliebtheit geniesst er nicht nur als Ausflugsziel, sondern auch als Werbeträger. So ist er zum Beispiel auf der Sonderedition vom September 2022 der Grether’s Pastilles abgebildet. Die Illustration auf den goldigen Dosen der Schweizer «Lutschbonbons» entstand nach dem Motto «Wo Schweiz drauf ist, ist auch Schweiz drin», wie Grether’s Pastilles kommuniziert. Das Gasthaus Äscher im Appenzellerland sei ein begeisterndes Sujet – nicht nur auf Instagram, sondern eben auch auf der Golddose.

Das Haus am Fels

Zum Berggasthaus Äscher kommen Wandernde über verschiedene Wege. Die einfache und etwas faulere Variante geht mit der Luftseilbahn von Wasserauen aus hoch zur Ebenalp. Von dort aus sind es über das Wildkirchli rund 20 Minuten zu Fuss bis zum «Äscher» – auf einer Höhe von 1454 Metern über Meer. Die anspruchsvollere Variante führt von Wasserauen hoch zum Seealpsee, von dort zum «Äscher» und schliesslich über das Wildkirchli auf die Ebenalp. Rund drei Stunden dauert diese Wanderung.

Seit dem Jahr 1846 gibt es das Gasthaus an diesem Platz und gehört damit zu den Ältesten in der ganzen Schweiz. Zuerst bewirteten als Einsiedler lebende Mönche den «Äscher», dann Bauern aus der Umgebung. Heute hat das Gasthaus jeweils vom 1. Mai bis zum 1. November geöffnet.

Auf Puzzles, Kleidern und Lebensmitteln

Das ist aber längst nicht der einzige Ort, wo die Hütte im Fels aufgedruckt wurde. Als die Bergbeiz im Jahr 2015 als Titelbild von «National Geographic» unter der Überschrift «Places of a lifetime» erschienen ist, nahm der Ansturm seinen Lauf. Selbst einer der bekanntesten Schauspieler, Ashton Kutcher, postete damals die Sehenswürdigkeit auf Facebook. Auch das Ravensburger Puzzle hat eine Edition mit dem «Schönsten Ort der Welt» auf den Markt gebracht. Mittlerweile gibt es zudem eine eigene Reihe an Produkten wie Alpensalz, Cap oder Eistee, welche unter dem Namen «Äscher» gekauft werden können.

Wer den «Äscher» besucht, ist ganz nahe an einer weiterer Attraktion im Appenzellerland: Dem Seealpsee. Über 78’000 Posts findet Instagram unter der Suche «Seealpsee». Kein Wunder, dass es solche Posts zu Tausenden auf der Plattform zu sehen gibt, womit der Bergsee eine bedeutende, globale Reichweite hat.