Alle Partien für sich entschieden

Das Team Wildhaus gewann am Wochenende in der heimischen Halle das Traditions-Curlingturnier «Churfirsten-Kanne». In der vierten Runde siegte es gegen die Titelverteidiger Gasfüess.

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Das Siegerteam Wildhaus mit Fredy Bischof (Sponsor), Bruno Anderhalden, Yvonne Stutz, Stefan Litscher (Spielleiter), Ivo Stäger und Karl Meier (von links). (Bild: pd)

Das Siegerteam Wildhaus mit Fredy Bischof (Sponsor), Bruno Anderhalden, Yvonne Stutz, Stefan Litscher (Spielleiter), Ivo Stäger und Karl Meier (von links). (Bild: pd)

CURLING. Das Team Wildhaus 1 mit Skip Bruno Anderhalden, Lead Yvonne Stutz, Second Ivo Stäger und Third Karl Meier setzte sich am Wochenende an der von 16 Mannschaften bestrittenen 58. Ausmarchung um die Churfirsten-Kanne durch. Die Wildhauser gewannen in der vierten und letzten Runde das entscheidende Spiel gegen Titelverteidiger Gasfüess mit Skip Elmar Obwegeser (Gams), Fredy Bischof (Wildhaus), Daniel Zelger (Grabs) und Christian Vetsch (Rüti) mit 7:6 Steinen. Damit entschieden die Einheimischen als einziges Team alle vier Partien vom Samstag und Sonntag für sich. Die Gasfüess rutschten auf den fünften Platz ab.

Auf und Ab im Finalspiel

Zu den Favoriten auf den Sieg zählte Limmattal (Skip Salome Lips) und Küsnacht (Skip Daniel Brassel), doch musste Küsnacht schon in der ersten Runde eine Niederlage gegen Herisau-Waldstatt (Urs Fischbacher) hinnehmen, während Limmattal in der dritten Runde an Wildhaus scheiterte. Küsnacht erreichte den zweiten, Limmattal den dritten Rang. Im Spiel um den Turniersieg trafen die beiden nach drei Spielen ungeschlagenen Teams Wildhaus und die als Vorjahressieger favorisierten Gasfüess aufeinander. Elmar Obwegeser skipte seine Mannschaft, spielte aber selbst die Nummer 3 und liess Christian Vetsch als Nummer 4 die letzten beiden Steine in den acht Umgängen spielen. Mit dem Recht des letzten Steines gingen die Gasfüess im ersten End 1:0 in Führung, wurden aber im zweiten mit einem Dreierhaus der Wildhauser gekontert. Zur Spielmitte glichen die Rheintaler aus und gingen im fünften End mit 4:3 in Front. Der Wildhauser Skip Bruno Anderhalden hatte mit schlechtem Takeout-Spiel die Chance auf zwei Punkte vergeben und dem Gegner einen Steal ermöglicht. Nach sechs Ends und einem Zweierhaus wechselte die Führung zu Wildhaus. Die Entscheidung fiel im vorletzten Umgang: Was Anderhalden im fünften End verbockt hatte, passierte nun den Gasfüess: Christian Vetsch vergab mit seinen zwei ungenauen Takeouts ein sicher scheinendes Dreierhaus und ermöglichte so Wildhaus vor dem letzten Umgang den Zweier-«Steal» zur 7:4 Führung.

Junioren werden Neunte

An der «Churfirsten-Kanne» spielt auch immer ein Team der Wildhauser Junioren mit. Diesmal trat der Juniorentrainer David Knaus als Skip mit seinen Schützlingen an. Es spielten Leon Wittich, Selin und Lars Brauchli, Michael Stadelmann, Reto Schlegel und Ramon Gantenbein. Das erste Spiel vermochten die Jungen gegen das Team aus Füssen (Rudi Rammig) zu gewinnen, das zweite ging gegen die Gasfüess knapp 5:6 verloren. Nach dem Sieg über Wildhaus-Inter (Albert Widmer) und der Niederlage gegen St. Gallen-Sitter (Albert Dähler) resultierte mit zwei Siegen und zwei Niederlagen der gute neunte Platz. (pd)