«Wir müssen demütig bleiben»

«Wir spielen disziplinierter als in der Challenge League»: Daniel Lopar. Zoom

«Wir spielen disziplinierter als in der Challenge League»: Daniel Lopar. (Urs Jaudas)

FUSSBALL. Aufsteiger St.Gallen feiert gegen den FC Zürich bereits den zweiten Saisonsieg. Goalie Daniel Lopar über Transfers, Euphorie und das St.Galler Publikum.

30. Juli 2012, 08:14
Herr Lopar, was macht Ihre Mannschaft derzeit so stark?
Daniel Lopar: Wir treten solidarisch auf. Jeder geht für jeden, jeder sichert für den anderen ab. Das macht uns defensiv stark. Wir sind sehr homogen und deshalb unberechenbar.

Profitiert der FC St.Gallen auch vom Schwung des Aufstiegs?
Lopar: Fakt ist, dass wir disziplinierter spielen als noch in der Challenge League. Hinzu kommt, dass die Verantwortlichen gute Transfers getätigt haben.

  • Der St.Galler Matchwinner Dzengis Cavusevic im Kopfballduell mit Mathieu Beda.
  • Dzengis Cavusevic feiert sein zweites Tor.
  • Jeff Saibene bedankt sich beim starken Oscar Scarione.

Der FC St.Gallen hat am Samstag, 28. Juli, den FC Zürich in der AFG Arena empfangen. (Bilder: Michel Canonica)


Gab es im Spiel gegen den FC Zürich trotz des überzeugenden Auftritts auch Kritikpunkte?
Lopar: Ab der 65. Minute bis zu unserem Tor zum 3:1 gerieten wir zu sehr unter Druck. Die Bewegung hin zum Ball war nicht mehr gut, was wohl auch mit der Müdigkeit zu tun hatte. Aber wir steigerten uns wieder. Hätten wir unsere Konter zudem noch besser gefahren, wäre die Entscheidung früher gefallen.

Dürfen die Anhänger schon von ein bisschen mehr als bloss vom Ligaerhalt träumen?
Lopar: In der aktuellen Euphorie sollte man nicht viel zu diesem Thema sagen. Wir dürfen uns über den guten Start freuen, müssen aber demütig bleiben.

Haben Sie den FC Zürich stärker erwartet?
Lopar: Man sollte diese Mannschaft nicht zu schlecht machen. Sie verfügt über sehr starke Einzelspieler, das war unübersehbar. Aber das Team arbeitete weniger zusammen als wir.

Trotz Ferien kamen 13'494 Zuschauer, die Stimmung war ausgelassen, und am Samstag empfängt St.Gallen die Grasshoppers.
Lopar: Wenn die Zuschauer so wie nach dem Zürich-Spiel zufrieden nach Hause gehen, sind auch wir glücklich. Vielleicht kommen am nächsten Samstag sogar noch ein paar mehr.

Interview: Patricia Loher

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