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Tagblatt Online, 30. Juli 2012, 07:27 Uhr

Bäume und Efeu statt Kletterturm

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Kreativer Aufenthalt in der Natur: Matthanja Trüssel, Betriebsleiterin des Familienzentrums, mit Jonas beim Legen eines Mandalas und im «Cockpit» seines Flugzeuges. (Bild: Bilder: Brenda Zuckschwerdt)

WEINFELDEN. «Spielparadies Natur» heisst ein neues Projekt des Familienzentrums Region Weinfelden. Es will Eltern und ihren Kindern Anregungen geben, der Phantasie im Garten freien Lauf zu lassen. Eröffnet wird es am 18. August.

BRENDA ZUCKSCHWERDT

Jonas klettert auf einen alten Nussbaum – und sitzt sogleich in einem Cockpit. Mit ganzem Körpereinsatz steuert der Vierjährige sein «Flugzeug», ein kleiner, beweglicher Ast dient als Steuerknüppel, zwei knorrige alte Äste sind die Flügel. Kinder beherrschen die Kunst, aus wenig viel zu machen.

Raus aus dem Kinderzimmer

Im parkähnlichen Garten des Familienzentrums mit seinen alten Bäumen und Efeuranken werde diese Phantasie beflügelt, findet Betriebsleiterin Matthanja Trüssel. «Kein Spielplatz, kein Computerspiel und kein Kinderzimmer kann einen so reichen Schatz an Erfahrungen und Eindrücken bieten wie der Aufenthalt in der Natur.»

Den Grashalm spüren

Den riesigen Garten können die Eltern und Kinder, die das Familienzentrum besuchen, während der Öffnungszeiten bei jedem Wetter nutzen. «Aber es hat zwei Jahre gedauert, bis ich sie für den Garten begeistern konnte», sagt Matthanja Trüssel. Eine kleine Rutschbahn half, die Kinder nach draussen zu locken. Mehr Spielgeräte will man im Familienzentrum aber bewusst nicht anschaffen. «Ein Spielplatz nimmt den Kindern die Kreativität», ist Matthanja Trüssel überzeugt.

Sie möchte die Kinder und ihre Eltern animieren, den Park als Abenteuerland zu sehen. Sie sollen spüren, wie sich ein Grashalm anfühlt, sehen, was sich unter einem Stück Moos so alles versteckt oder mit Efeukränzen auf dem Kopf als Könige durch den Garten stolzieren.

Ein Rucksack voller Abenteuer

Aus der Idee ist das Projekt «Spielparadies Natur» entstanden, das nach den Sommerferien eröffnet wird. Unterstützt wird es unter anderem vom Coop Regionalrat durch eine finanzielle Spende sowie Materialspenden der Schreinerei Bornhauser. Elf im Garten verstreute Tafeln liefern Ideen zu jeweils einem bestimmten Thema.

Matthanja Trüssel ist überzeugt, dass die kleinen Anregungen genügen werden. «Ich bin sicher, die Kinder haben dann plötzlich tausend andere Ideen.» Damit das ganze auch wirklich Abenteuercharakter hat, erhalten die Kinder für ihre Exkursion einen Rucksack mit allem, was man in der Natur brauchen kann: Schnur und Schere, Dosen und Lupe.



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