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Tagblatt Online, 31. Juli 2012, 07:38 Uhr

Pfadis erkunden die Altstadt

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OL in Diessenhofen: Diese Pfadi-Meitli aus Kreuzlingen erkundeten gestern das Rheinstädtchen. (Bild: Gudrun Enders)

DIESSENHOFEN. 1500 Pfadis lernen Diessenhofen kennen dank des Thurgauer Kantonallagers (Kala). Viele besuchen das Rheinstädtchen zum erstenmal. Willkommen sind sie dort auf jeden Fall.

GUDRUN ENDERS

Die Mädchen halten laminierte Blätter in der Hand. Sie betrachten ein Foto des Siegelturms. Die Frage, wer hier Vorfahrt geniesst, wissen sie nicht auf Anhieb zu beantworten. Doch dass Diessenhofen 1460 aus österreichischer Herrschaft gelöst wurde, lesen sie in unmittelbarer Nähe an einer Hauswand. Die Mädchen, die soeben eine Frage für ihren Stadt-OL beantwortet haben, gehören der Pfadi-Abteilung Seemöwe aus Kreuzlingen an.

Gefragte Erkundungstour

«Der Stadt-OL ist praktisch immer ausgebucht», sagt Dani Spiri, Mediensprecher des Kalas. «Das ist eine gute Aktivität, bei der die Mädchen ihre Orientierung trainieren und bei der sie Diessenhofen kennenlernen», sagt Leiterin Cornelia Kammacher aus Kreuzlingen. Ausserdem sei der Stadt-OL gut vorbereitet und entlaste die Leiter. Kammacher selbst kannte Diessenhofen gar nicht und ist überrascht wie heimelig die Altstadt wirkt.

Im Städtchen willkommen

«Ich find das wahnsinnig toll.» Rolf Riedweg von der Kulturstube Löwen ist voll des Lobes über das Pfadilager. Am vergangenen Samstag standen ein halbes Dutzend Pfadfinder sogar in seiner Küche und erledigten ihre Gruppenarbeit. Morgens backten sie Zopf, mittags kochten sie Suppe. Für Riedweg ein Vergnügen: «Die dürfen jeden Tag kommen, denn das Lager ist eine phantastische Sache.» Aus Interesse schaute er auch am Besuchstag auf dem Lagergelände vorbei. «Das ist sensationell, was die da aufgebaut haben.»

Auch Hugo Imper aus Diessenhofen guckte sich am Besuchstag im Lager um: «Die sind gut organisiert. Ordnung haben sie auch.» Von den Bauten auf dem Lagergelände zeigte er sich begeistert, besonders angetan hat es ihm die Coop-Filiale in einem grossen Lagerzelt. Imper findet die Pfadi prinzipiell eine gute Sache: «Da sind die jungen Leute weg von der Strasse.» Ansonsten bekäme er in Diessenhofen vom Pfadilager nur wenig mit. «Ab und zu sehe ich eine Gruppe suchend durch die Strassen laufen.» Ebenso ergeht es Hobbybrauer Rolf Timmer – er bemerkt nicht viel vom grossen Lager, bis auf ein paar Pfadis, die sich mit Fragen an ihn wenden: «Und die stören gar nicht.»



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