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Tagblatt Online, 17. Juli 2012, 01:33 Uhr

Gemeinsam Energie gewinnen

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Ein Mitglied zerschlägt eine Champagnerflasche zur Einweihung.

Der Verein Rhysolar in Diessenhofen ermöglicht Privatpersonen die gemeinsame Beteiligung an Solaranlagen. Jetzt ist die erste Anlage auf der Lettenhalle aufgebaut. Bei der GV vom Verein konnten die Mitglieder die Anlage besichtigen.

GJON DAVID

DIESSENHOFEN. «Die erste Solaranlage ist jetzt fertig» und der Ertrag der Anlage sollte sich auf etwa 100 000 Kilowattstunden belaufen, informiert Urs Wenger die 50 anwesenden Mitglieder.

Wenger ist frischgewählter Präsident des Vereins Rhysolar, der vor einem Jahr gegründet wurde und bereits 72 Mitglieder aus den Gemeinden Basadingen-Schlattingen und Diessenhofen zählt (unsere Zeitung berichtete).

300 000 Franken Gesamtkosten

Diessenhofen hat sich als Energiestadt positioniert. Sie will bei der Verwirklichung der 2000-Watt-Gesellschaft mithelfen und fördert die Produktion von Strom aus erneuerbaren Quellen mit einer vergleichsweise hohen Einspeisevergütung von 15 Rappen – Basadingen-Schlattingen bezahlt gleich viel. Rhysolar ist das beste Beispiel, wie man Strom gemeinschaftlich aus erneuerbaren Energien produzieren kann.

So lud vergangenen Freitagabend der Verein zur ersten Generalversammlung in der neu erstellten Diessenhofer Lettenhalle ein. Ziel der GV war: Die Wahl des neuen Präsidenten und des Vorstands, Diskussion zum Mitgliederbeitrag und die Vorstellung der verschiedenen Projekte sowie die Besichtigung der neuen Anlage auf dem Dach der Lettenhalle. Dort hat Wenger zusammen mit seinem Team 400 Module – 200 auf dem oberen und 200 auf dem unteren – angebracht. Gesamtkosten: 300 000 Franken – wobei 150 000 Franken in Form von kantonalen Fördergeldern wieder zurückfliessen. «Das Ganze ist nicht nur ökologisch interessant, sondern auch finanziell», sagt Wenger. Denn die Rendite betrage etwa sechs Prozent, sofern sich der Rückerstattungstarif von 15 Rappen pro Kilowattstunde nicht ändert. Die Rückvergütung für die erzeugte Solarenergie verhält sich im Verhältnis der Beteiligung an den Investitionskosten. Der Ertrag wird dann an der Stromrechnung der Gemeinde abgezogen.

Vorstand wird gewählt

Erfreuliche Nachrichten für die Anwesenden. Sie wählten daraufhin Wenger einstimmig zum Präsidenten. Auch den Vorstand, bestehend aus: Roland Dorer (Vizepräsident), Hans Ruedi Stör (Aktuar), Urban Brütsch (Kassier), Roman Giuliani (Energieberater) und Renato Ziraldo (Energieberater), wählten die Mitglieder einstimmig. Für den Mitgliederbeitrag entschied man sich auf 50 Franken im Jahr. «50 Franken sind für jedermann tragbar», sagt Kassier Brütsch.



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