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Tagblatt Online, 22. Juni 2012, 01:04 Uhr

Patricia Schwager holt Gold im Zeitfahren

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Podium (v. l.): 2. Jutta Stienen, 1. Patricia Schwager, 3. Andrea Wolfer. (Bild: voms)

Die Ifwilerin Patricia Schwager schaffte an den Schweizer Meisterschaften im Zeitfahren in Messen endlich den Sprung aufs oberste Treppchen. Nach drei zweiten Plätzen in den letzten Jahren durfte sie sich in einer ihrer stärksten Disziplinen endlich die Goldmedaille umhängen lassen.

MARIUS HÖSLI

RAD. Die 28jährige Patricia Schwager freut sich über den vorgestrigen Sieg an den Schweizer Meisterschaften im solothurnischen Messen. «Nachdem ich dreimal hintereinander Zweite wurde, bin ich nun sehr glücklich, dass es endlich einmal geklappt hat.» Nebst ihr sind erfreulicherweise zwei weitere Thurgauerinnen weit vorne dabei. Die routinierte Andrea Wolfer (Weingarten-Kalthäusern) holte sich die Bronzemedaille und die junge Larissa Brühwiler aus Dussnang erreichte den guten sechsten Rang.

Zweites Rennen, zweiter Titel?

Am kommenden Samstag wird Schwager in Cham bereits die nächste Schweizer Meisterschaft bestreiten. Diesmal muss sich die gelernte Bäcker-Konditorin, die vor allem Rennen im Ausland fährt, im Strassenrennen behaupten. «Ich bin in Form und hoffe, mit etwas Wettkampfglück ein gutes Ergebnis abliefern zu können.» Die Basis ihrer Form legte sie vor allem im Wintertraining in Australien.

Die Aussicht auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in London trieb die Hinterthurgauerin zusätzlich an. In den ersten Rennen dieser Saison konnte die 28-Jährige jedoch nicht genug Punkte sammeln und so verflog der Traum Ende Mai. «Wir sind zum Teil die falschen Rennen gefahren, welche mir nicht viele Punkte brachten. Man kann nicht immer seine Wünsche durchsetzen, da das Team bestimmt, welche Rennen man fährt.»

Nächstes Ziel: Weltmeisterschaft

Jedoch hat die Schweizer Meisterin im Zeitfahren auch einen anderen grossen Wettkampf, der in diesem Jahr bevorsteht. Vom 15. bis am 23. September findet die Weltmeisterschaft in der niederländischen Provinz Limburg statt. Dort will sie im Zeitfahren an die Leistung vom Jahr 2010, als sie in Melbourne den 13. Platz belegte, anknüpfen. «Die Strecke in den Niederlanden ist schwierig. Aber die vielen Steigungen kommen mir entgegen, da ich dort meine Stärken ausspielen kann.»

Jahresvertrag aufgelöst

Mit welchem Team die Thurgauerin an der Weltmeisterschaft antritt, ist jedoch noch unklar. Sie hat den Jahresvertrag mit dem französischen Team GSD-Gestion vor einigen Tagen per sofort aufgelöst und wird nicht mehr für dieses Equipe fahren. «Es gibt ein neues Team, jedoch ist der Wechsel noch nicht ganz sicher und deshalb kann ich noch nichts verraten. In einer Woche sollte ich mehr dazu sagen können.»



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