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Tagblatt Online, 25. Juli 2012, 01:36 Uhr

Kreuzlingens gute Nerven

SCHWEIZ WASSERBALL HERREN NLA PLAYOFF Zoom

Horgens Fröhli (l.) hat gegen den wuchtigen Auftritt des Kreuzlingers Petrovic überhaupt keine Abwehrchance. (Bild: Mario Gaccioli)

Kreuzlingen gewinnt gestern abend im Playoff-Final auch das zweite Heimspiel 5:4 und führt nun mit 2:1. Die Thurgauer besitzen also bereits morgen Donnerstag den ersten Matchball.

ROLAND KELLER

WASSERBALL. Im bisher wohl spannendsten Match behielt Kreuzlingen in den Schlussminuten die Nerven und brachte den hauchdünnen Vorsprung über die Runden. Perfekte äussere Bedingungen, 950 Zuschauer und eine interessante Ausgangslage waren die besten Zutaten für einen echten Leckerbissen. Den bekam das Publikum gestern im Hörnli ab der ersten Minute serviert.

Rochade bei Kreuzlingen

Das dritte Spiel der Serie begann Kreuzlingens Trainer Sirko Roehl mit einer taktischen Umstellung: In der Verteidigung agierte das Heimteam nun mit einem Pressing, um Horgen möglichst wenig Freiräume zu überlassen. Dies bedeutete gleichzeitig mehr Risiko, verfügt Horgen doch auch in Abwesenheit seines Stammcenters Goanta (Olympische Spiele) über sehr starke Angreifer. Tatsächlich mussten die Kreuzlinger zu Beginn einige Strafen nehmen, gerieten aber nie in Rückstand.

Die Partie zeichnete sich vor allem in der ersten Hälfte wieder durch ein sehr hohes Tempo aus, beide Teams suchten auch in Kontern den Erfolg und wollten den Kontrahenten auch konditionell fordern. Kreuzlingen konnte dreimal vorlegen, Horgen vermochte die ersten beiden Treffer jeweils postwendend auszugleichen.

Hitchcock im letzten Viertel

Kreuzlingens 3:2 aus der 10. Minute blieb während fast zwei Abschnitten bestehen, weil einerseits zahlreiche Chancen ausgelassen wurden und sich die Teams auch taktisch fast neutralisierten. Der SCK vergab dabei vor allem vor dem Seitenwechsel zu viele Möglichkeiten, konnte sich aber in der zweiten Hälfte bei Torhüter Spasojevic bedanken, der zahlreiche Horgner Chancen vernichtete. Horgen glich kurz vor der letzten Pause wieder aus und konterte auch Petrovics 4:3 nach der Pause recht hartnäckig. Erst auf einen Heber von Vacho in der 30. Minute fanden die Horgner keine Antwort mehr und mussten sich nach verzweifeltem Endspurt 5:4 geschlagen geben.

Die Serie führt der SCK damit 2:1 an und hat morgen Donnerstag die erste Chance, sich den Meistertitel auswärts zu sichern. Können die Horgener sich noch einmal widersetzen, kommt es am Samstag im Hörnli zur entscheidenden Finalissima.



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