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Tagblatt Online, 18. August 2012, 01:33 Uhr

Kader klein, Hoffnung gross

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Trainerin Claudia Litscher möchte sich möglichst oft über gute Leistungen der Münsterlingerinnen freuen können. (Bild: Mario Gaccioli)

Münsterlingens Fussballerinnen möchten in der 1. Liga wieder für einige Glanzpunkte sorgen. Trainerin Claudia Litscher muss allerdings mit einem sehr kleinen Kader auskommen.

RUEDI STETTLER

FUSSBALL. Bei den Münsterlinger Frauen hat sich im Kader nur wenig geändert. Das ist erfreulich, aber es ist gleich klein geblieben wie in der vorherigen Saison. Neu ist allerdings das System. Trainerin Claudia Litscher hat von einem 4:4:2 auf ein 3:5:2 umgestellt: «Wir sind jetzt offensiver ausgerichtet. Auch, weil das mittlerweile die meisten anderen Teams ebenfalls sind. Zudem haben wir verschiedene starke Mittelfeldspielerinnen, die auch in den Abschluss gehen können.»

Der FCM darf morgen Sonntag in Eschenbach ab 13.30 Uhr mit dem fast identischen Team aus der Rückrunde starten. Nur Sarah Model und Muriel Marsan stehen nicht mehr zur Verfügung. Dafür konnte mit Sabine Bühler eine wirklich erstklassige Verteidigerin «an Land» gezogen werden, weil sie neu im Thurgau arbeitet. Claudia Litscher hegt in sie grosse Hoffnungen: «Sie ist für uns eine echte Verstärkung. Wie die Vorbereitung bereits mehrfach gezeigt hat, ist sie jetzt der ruhende Pol in unserer Abwehr.»

Nur als Notnagel

Das 17köpfige Kader kann allerdings nicht viele Verletzungen oder sonstige Abwesenheiten verkraften. Das weiss auch Claudia Litscher, weshalb sie weiterhin kräftig mit trainiert und im Notfall halt einspringt: «Aber wirklich nur als Notnagel. Eigentlich möchte ich mich schon auf mein Traineramt konzentrieren.» Die 36-Jährige arbeitet als Lehrerin an der Berufsschule in Frauenfeld und wohnt in Eschenz.

In der Vorbereitung hat Münsterlingen verschiedene Tests absolviert. Besonders die fünf Partien am sogenannten «Masters» in Widnau haben Litscher Eindruck gemacht: «Da ist die Equipe stark aufgetreten. Sie hat einiges mehr geboten, als ich erwartet habe. Vor allem darum, weil wegen Ferienabwesenheiten auch Spielerinnen aus der zweiten Equipe mit dabei waren.» Herausgeschaut haben ein Sieg, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen.

Vorne mitmischen

Beim FCM will man gar nicht mehr gross auf die doch gründlich misslungene Rückrunde schauen. Nach Platz eins im Herbst sind die Thurgauerinnen im Frühling auf Platz fünf «abgestürzt».

Claudia Litscher sieht das weniger krass: «Mit einem Sieg mehr und diesen drei Punkten hätten wir Platz zwei belegt. Ohne Aussichten allerdings, ganz nach vorne zu kommen.» Einen anderen Aspekt hat die Übungsleiterin ebenfalls ausgemacht: «Haben wir in der Startphase den einen oder anderen Match nach einem Rückstand noch umgebogen, gelang uns das in der Rückrunde nicht mehr. Das müssen wir jetzt sicher wieder besser machen. Ich bin allerdings guten Mutes, dass wir wieder vorne mitmischen können.» Vorne mitmischen heisst für Litscher, unter die ersten drei kommen.

Ganz an der Spitze wird es wohl recht eng werden. Neben dem FCM möchten in diesen Gegenden auch Gossau und Thusis-Cazis die eine oder andere Duftmarke setzen. Ein grosses Fragezeichen sind für Litscher die Zürcher Vereine. Und nicht ganz einfach einzustufen ist auch Neuling Bühler. Aber Claudia Litscher hat ein einfaches Rezept bereit: «Wir müssen auf uns schauen. Wenn wir unsere Hausaufgaben richtig gemacht haben, sollte mit uns zu rechnen sein.»



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