Letzte Konkurrentin gibt auf: Niederberger einziger Kandidat fürs Stadtpräsidium

KREUZLINGEN ⋅ Mit Edith Wohlfender hat sich auch die letzte verbliebene Mitbewerberin von Thomas Niederberger zurückgezogen. Die SP-Kandidatin tritt am 21. Januar nicht zum zweiten Wahlgang an. Dieser wird nun eine "One-Man-Show".
06. Dezember 2017, 10:59
Urs Brüschweiler
"Alea iacta est – oder: Die Entscheidung ist gefallen". Mit den Worten von Julius Cäsar meldet sich Edith Wohlfender zu Wort. "Ich habe mich entschlossen, mich wieder voll und ganz auf meine jetzige berufliche Tätigkeit zu fokussieren, und stehe daher als Kandidatin für das Stadtpräsidium nicht mehr zur Verfügung." Die Kandidatin der Sozialdemokraten hatte im ersten Wahlgang am 26. November  mit 760 Stimmen überraschend den zweiten Rang aller sechs Kandidaten belegt. Jedoch lag auch sie deutlich hinter dem Sieger, dem parteilosen Thomas Niederberger, zurück, der mit 1417 Stimmen das Feld dominierte.

"Das zweitbeste Wahlresultat hat mich riesig gefreut und aufgezeigt, dass viele Stimmende eine Veränderung in der Stadt Kreuzlingen wünschen", schreibt Edith Wohlfender. "Kreuzlingen als grüne und lebenswerte Stadt mit erschwinglichem Wohnraum und vielfältigem Kulturangebot sind Anliegen einer breiten Bevölkerungsschicht, und vor allem auch ureigene sozialdemokratische Werte."
 

Gab auch Gründe für eine weitere Kandidatur

Sie habe in den vergangenen Tagen viel diskutiert, mit Familie, Freunden, Bekannten, Unterstützern und ihrer Partei. Es habe auch einige Gründe gegeben, die Kandidatur aufrecht zu erhalten. "Insbesondere die Menschen, die voll und ganz hinter mir stehen und mir eine breite ideelle Unterstützung für einen zweiten Wahlgang zugesichert haben." Sie wisse das zu schätzen und danke für das Vertrauen. Nach Abwägung des Für und Wider sei ihr Entscheid aber anders gefallen. Sie danke für den fairen Wahlkampf und es bleibe ihr Wunsch, dass sich Kreuzlingen zur schönsten und innovativsten Stadt am Bodensee entwickle.
 

Eine "stille Wahl" ist nicht vorgesehen

Nachdem nun Jörg Stehrenberger, David Blatter, Ernst Zülle, Alexander Salzmann und Edith Wohlfender ihren Rückzug vermeldet haben, bleibt Thomas Niederberger der einzige Bewerber am 21. Januar. Obwohl die Ausgangslage damit ziemlich klar erscheint, findet der zweite Wahlgang statt. Eine sogenannte "stille Wahl" ist nicht vorgesehen. Es gibt keine offizielle Namensliste mehr und nach wie vor sind alle Personen wählbar. Thomas Niederberger muss sich also noch etwas gedulden, bis er auf die Wahl anstossen kann.
 

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