Kirchgemeinde ist neu aufgestellt

ALTNAU ⋅ Sie gehören nun zusammen: Die Katholiken aus Altnau, Güttingen und Münsterlingen wählten an der konstituierenden Versammlung ihre neue Behörde. Sie bewilligten auch Budget und Organisationsreglement.
06. Dezember 2017, 05:22
Manuela Olgiati

Manuela Olgiati

kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch

«Ein Neuanfang hat auch mit Abschieden zu tun», sprach Tagespräsident Marc Derungs über die engagierte Mitarbeit einzelner Kirchbürger, besonders von Brigitta Rölli. Am 21. Mai stimmten die katholischen Kirchbürger von Altnau, Güttingen und Münsterlingen an der Urne über die Fusion ihrer drei Kirchgemeinden zu. Eine Projektgruppe unter der Leitung von Marc Derungs bereitete in den letzten Monaten den Zusammenschluss intensiv vor. Die Fusionsvereinbarung wird nun per 1. Januar 2018 umgesetzt. Die fusionierte Kirchgemeinde Altnau-Güttingen-Münsterlingen bietet den Kirchbürgern mehr Mitwirkungsrechte als der bisherige Zweckverband. Synergien können genutzt werden.

An die ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung im Martinshaus Altnau am Montagabend kamen 66 Stimmberechtigte. Abgestimmt wurde über wichtige Geschäfte zur Gründung der neuen Kirchgemeinde. In einer geheimen Abstimmung wurde die Kirchenvorsteherschaft für die restliche Amtsperiode bis Ende 2018 gewählt.

Sehr gute Resultate für die neue Vorsteherschaft

Mit 63 Stimmen gewählt wurde Marc Derungs als Kirchenpräsident, 65 Stimmen erhielt Cristina Dünner als Kirchgemeindepflegerin. Anita Artho und Gerhard Rothammer verbuchten je 66 Stimmen für sich, Rosa Mari Buholzer-Maglia und Kurt Früh erreichten 65 Stimmen, Markus Gmünder 63 Stimmen. In globo gewählt wurden ebenso die Rechnungsrevisoren mit Matthias Helg, Werner Spirig und Stefan Vogel. Als Urnenoffizianten bestimmt wurden Claudio Festa, Karin Harder, Ulrike Kolb-Messmer, Viktor Schmid und Brigitta Seiz. Anlass zu einer kurzen Diskussion gab mit der Wahl der Schlüsselfunktionen von Präsidium und Kirchenpflege die neue Gliederung. Um diese Ämter attraktiv zu halten, übe die neue Kirchgemeinde eine Vorreiterrolle im Kanton Thurgau aus, sagte Marc Derungs. Mit einer Anstellung von 20 Stellenprozenten und einer Einstufung in Lohnklasse 16 wurde einer Besserstellung dieser anspruchsvollen Ämter zugestimmt.

Pflegerin Cristina Dünner erläuterte das Budget 2018 nach HRM2, das einen Gewinn von 115000 Franken ausweist. Die katholische Landeskirche hatte einen einmaligen Fusionsbeitrag von 115000 Franken gesprochen. Der Steuerfuss 2018 wurde bei 16 Prozent einstimmig bewilligt. Vorausplanend stimmten die Kirchbürger ebenfalls dem gleichbleibenden Steuerfuss für 2019 einstimmig zu. Zudem wurde das neue Organisationsreglement genehmigt. Am 2. und 3. Mai nächstes Jahr werden noch die drei letzten Rechnungsabschlüsse durch die alten Kirchgemeindeversammlungen abgenommen.

Der Seelsorgeverband wird per 31. Dezember aufgelöst. Gewürdigt wurde am Versammlungsabend die engagierte Arbeit von dessen Präsidentin Brigitta Rölli aus Happerswil. Sichtlich gerührt und den Tränen nahe nahm sie die Dankesworte von Diakon Matthias Loretan zum Abschied entgegen. Seit 2000 wirkte sie unter anderem im Vorstand des Katholischen Seelsorgeverbandes Altnau, Güttingen, Münsterlingen, seit 2008 als dessen Präsidentin aktiv mit. Auch Manuela Jaisser aus Illighausen wurde mit Dankesworten und Applaus aus dem Seelsorgeverband verabschiedet.


Leserkommentare

Anzeige: