Schulthemen sind ihr wichtig

MÜNSTERLINGEN ⋅ Münsterlingen Catherine Rutishauser ist die einzige Kandidatin für das Präsidium der Primarschulgemeinde. Die Anwältin interessiert sich schon lange für Bildungspolitik und freut sich auf die Arbeit im Team.

31. Januar 2017, 06:57
Ihre Kandidatur ist wohlüberlegt. Bereits letzten Sommer hat sich Catherine Rutishauser mit dem Gedanken befasst, das Präsidium der Primarschule Münsterlingen zu übernehmen. Sie ist damals von einem Behördenmitglied angefragt worden, ob sie Andrea Epper, die ihren Rücktritt angekündigt hatte, beerben wolle. Daraufhin hat Rutishauser das Gespräch mit der amtierenden Präsidentin gesucht und sich über die Aufgabenbereiche und den Zeitaufwand detaillierter informieren lassen. «Ich bin zum Schluss gekommen, dass mich das Amt sehr reizen würde», erzählt die zweifache Mutter. Beruflich ist sie schon viele Jahre in der Advokatur tätig. «Jetzt habe ich Lust, zusätzlich noch etwas anderes zu machen.» Die gebürtige Appenzellerin lebt seit 2009 in Scherzingen. Sie sei im Dorf sehr gut aufgenommen worden und fühle sich wohl. «Es gab zu meiner Kandidatur viele motivierende Voten.»

Konzentration auf den neuen Lehrplan
Catherine Rutishausers Kinder sind ab nächstem Sommer beide im Schulalter. Das sieht die Kandidatin als Vorteil. Dadurch sei sie nah dran am Schulbetrieb. Aber auch sonst hat die Scherzingerin eine Affinität zu Bildungsthemen. Die Schwester sei Lehrerin, die Mutter habe lange Zeit auf einem Schulamt gearbeitet. «Ich verfolge die Debatten in den Medien.» Mit dem neuen Lehrplan habe sie sich beispielsweise beschäftigt. Und sie finde ihn gut. «Weil die Digitalisierung und die neuen Medien in der Schule ihren Platz erhalten und Kinder einen vernünftigen Umgang damit lernen.» Weil an der Primarschule Münsterlingen keine anderen grossen Projekte das Alltagsgeschäft bestimmen, könne man sich gut auf die Einführung des überarbeiteten Instrumentes konzentrieren.

In den Schulhäusern der Primarschule Münsterlingen wird
in altersdurchmischten Klassen unterrichtet. Dieses Modell befürwortet die Präsidentin in spe. Auch bei Schülern desselben Jahrgangs divergieren die Leistungen. Das altersdurchmischte Lernen sei also sinnvoll bei zwei aufeinanderfolgenden Jahrgängen. Ein Thema unter den Schulen des Sekundarschulkreises Altnau war jüngst eine gegenseitige Annäherung. Catherine Rutishauser steht Kooperationen grundsätzlich positiv gegenüber. «Aus meiner Sicht muss man prüfen, wo man Synergien nutzen kann.»  

Die Einzelkämpferin ist auch ein Teammensch
Positiv findet die berufstätige Mutter auch, dass es in Münsterlingen das Angebot des Kindertreffs gibt. «Dieses ausserfamiliäre Betreuungsangebot ist ein riesiger Gewinn für den Standort. Aus meiner Sicht könnten die Schule und der Treff sogar noch etwas enger zusammenarbeiten. Wir müssen ein Interesse daran haben, dass er gut läuft.» Falls Catherine Rutishauser gewählt wird, will sie einige Weiterbildungsangebote des Amtes für Volksschule nutzen. Ein Aspekt, auf den sie sich bei ihrer zukünftigen Aufgabe besonders freuen würde, ist die Zusammenarbeit im Behördenteam. «Als Anwältin bin ich ja eher eine Einzelkämpferin. Ich freue mich
daher auf den Austausch.» Die Schulbehörde arbeitet bekanntlich mit einem Ressortsystem, in dem auch die übrigen Mitglieder viel Verantwortung übernehmen. «Das ist richtig, und ich würde das gerne so weiterführen», sagt die Kandidatin. Sie nehme die Behörde als gut funktionierendes Team wahr, lobt sie. 

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