Meister

ALTNAU ⋅ Die Eishockeyspieler vom HC Altnau gewinnen zum ersten Mal den Steiner-Cup. Das steht schon zwei Spiele vor Ende der Meisterschaft fest. Zum Saisonabschluss fahren sie nun mit dem Car.
09. Februar 2017, 08:01
Urs Brüschweiler
Ihnen gehören sonst nicht die grossen Schlagzeilen auf den Sportseiten. Doch am Montagabend gelang dem HC Altnau auf der offenen Eisbahn in Frauenfeld Historisches – zumindest was das Thurgauer Hobby-Eishockey anbelangt. Mit zwei Siegen gegen ZWP Märstetten und die Q Wings konnten sich die Altnauer zum ersten Mal die Meisterschaft im TFS Steiner-Cup sichern. Zwei Spiele vor Schluss führen sie uneinholbar mit 25 Punkten vor den Banderutscherli aus Kreuzlingen. «Wir brauchten noch einen Punkt, um die Meisterschaft klarzumachen», erzählt Reto Eberle. «Aber wir konnten sogar beide Spiele gewinnen.» Die Freude  war natürlich gross, berichtet Eberle, der seit bald 20 Jahren im Altnauer Hobbyteam mitspielt. «Wir haben den Erfolg schon mal ausgiebig gefeiert.»

Montagabend: Feier in der «S-ka-Bar»
Für die letzte Spielrunde am 20.  Februar haben sich die Altnauer nun etwas Spezielles ausgedacht. Gemeinsam mit ihren Fans fahren sie mit dem Car nach Frauenfeld. Etwa 30 Personen seien bereits angemeldet. Nach den beiden Spielen (21 Uhr gegen die Butrue Bulls und 21.50 Uhr gegen die Weierchnebler) geht die Reise dann zurück nach Altnau in die «S-ka-Bar» zur Meisterfeier. Ob sie den Pokal dann bereits mit im Gepäck haben, wissen die Spieler noch nicht. Allenfalls wird dieser der Mannschaft erst am Schlussabend der Meisterschaft im März übergeben.

16 Spieler hat der HC Altnau im Kader, alle zwischen 20 und 40 Jahre alt. Keiner hat eine Ausbildung in einem etablierten Eishockeyverein hinter sich. Entstanden ist der Club vor 20 bis 30  Jahren, die Meinungen driften da etwas auseinander. Genau weiss es niemand mehr. Geburtsstätte ist aber der gefrorene Emmerzer Weiher bei Illighausen, wo sich die Altnauer zum Chneblen treffen. Aus dem Turnverein rekrutierte sich so ein eigenes Hockey-Team. Und noch heute sind viele vom HCA auch beim TVA. Ergänzt wird die Truppe mit Freunden aus der Umgebung, die die Freude am Eissport teilen. «Wir haben einen tollen Zusammenhalt. Das macht es aus», sagt Reto Eberle. Obwohl der HCA nur ein Plauschteam ist, wird  einmal die Woche trainiert. Und zwar am Sonntagabend in der Kreuzlinger Bodensee-Arena mit den Banderutscherli. Als Spielertrainer amtet seit dieser Saison Stefan Dietsche.

Die Ehemaligen sind stolz auf die Jungen
Besondere Freude an der ersten Meisterschaft seines ehemaligen Teams hat HCA-Ehrenmitglied Daniel Reich. «Ich bin sehr stolz auf die Spieler.» Jahrelang sei man früher in den Niederungen der Kategorie B herumgedümpelt. Seit vor einigen Jahren aber der Aufstieg realisiert wurde, ging es stetig aufwärts. «Und jetzt haben sie tatsächlich den Titel geholt.»

Leserkommentare

Anzeige: