Beste Werbung für die Stadt

KREUZLINGEN ⋅ Am Sonntag lud die Bodensee-Arena zum Tag der offenen Tür ein. Besucher konnten in die Technikräume, die Hotelzimmer und in das Aufnahmestudio des Schweizer Fernsehens blicken.

23. Januar 2017, 06:48
Desirée Müller

Desirée Müller

kreuzlingen

@thurgauerzeitung.ch

Ursula Brändli schaut hoch zur Decke der Bodensee-Arena und staunt nicht schlecht. All die Scheinwerfer und Kameras imponieren der Besucherin am Tag der offenen Tür. Bisher sass sie als Gast bei Konzerten in den Publikumsreihen. Die ganze Infrastruktur bei Tag und ohne Besucherandrang zu erleben, das gefällt ihr. «Es ist wirklich eindrücklich zu sehen, was alles hinter einem Event steckt.»

Das Fernsehen ist ein treuer Mieter

Die Besucherin findet es gut und sinnvoll, dass die Bodensee-Arena nicht nur für das Schlittschuhlaufen und Eishockeyspielen genutzt, sondern mehrere Monate im Jahr vom Schweizer Fernsehen gemietet wird. Es gebe immer wieder Kreuzlingerinnen und Kreuzlinger, die sich durch die Produktionen des SRF eingeschränkt fühlen. «Es bringt nichts zu jammern. Ohne das SRF wäre die Bodensee-Arena nicht finanzierbar», weiss ihr Mann Anton Brändli. Dem kann Marcel Wick nur zustimmen. Der Geschäftsführer der Bodensee-Arena begleitet die Brändlis die steile Treppe zwischen den Rängen hoch und zeigt auf eine mit Stahlseilen fixierte Kamera hoch in der Luft. «Das ist die sogenannte Spiderkamera. Diese fährt während den TV-Aufnahmen über die Köpfe der Zuschauer», erklärt er den interessierten Besuchern. Ob Musikshows, Preisverleihungen oder Konzerte – für Marcel Wick ist der Fernsehbetrieb zum Alltag geworden. «Nebst der grossen finanziellen Einnahmequelle sind die Events und Produktionen des SRF eine Bereicherung für die Bodensee-Arena und eine unbezahlbare Werbung für Kreuzlingen», ist er überzeugt. Folgt man den gekennzeichneten Rundgangschildern, gelangt man wieder hinaus in die Kälte. Die Besucher werden von den Wegweisern zu einem Tor geführt. Darauf warnt ein aufgemalter Totenkopf vor dem Eintreten.

Hat man Glück, und Nico Seiler – Assistent von Marcel Wick – ist in der Nähe, darf man einen Blick hinein werfen. Ein beissender Ammoniakgeruch strömt einem entgegen. Dietmar Kegel ist einer von drei Eismeistern. Für die Sicherheit sorgt ein Computer, der im Notfall Alarm schlägt. Einige Türen der Hotelzimmer stehen offen. «Das ist das Aerobic-Zimmer, und hier haben wir ein Zimmer mit dem Motto Eishockey», sagt Corina Iten, die für den Hotelbetrieb verantwortlich ist. Am Ende des Rundgangs erwarten die Besucher Snacks und Getränke. «Es ist uns ein grosses Anliegen, der Kreuzlinger Bevölkerung und damit den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern die Bodensee-Arena und ihre Infrastruktur zu zeigen», sagt Wick.


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