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Appenzeller Zeitung
30. Juli 2012, 07:27 Uhr

Und ewig lockt das Pfadileben

Impressionen aus dem kantonalen Pfadilager in Diessenhofen. Zoom

Impressionen aus dem kantonalen Pfadilager in Diessenhofen.

DIESSENHOFEN. Wenn Rauch in der Luft liegt und der Boden matschig ist, dann ist Pfadizeit. Mehr als 2500 Besucher kamen am gestrigen Sonntag nach Diessenhofen, um Kinder, Geschwister oder Freunde im kantonalen Pfadilager zu treffen.

DANIELA EBINGER

Wie bei einer Völkerwanderung pilgerten am Sonntagmorgen über 2500 Besucher in Richtung kantonales Pfadfinderlager Kala. Wer gutes Schuhwerk an den Füssen trug, hatte keine Fehlentscheidung getroffen. Trotz schönem Wetter in der ersten Lagerwoche hat der Regen den Boden zwischen den vier Inseln auf den Hauptverbindungswegen etwas aufgeweicht. Zusammen mit dem Rauchgeruch von den Feuerstellen liess der Matsch das Pfadifeeling so richtig aufkommen.

Erinnerungen werden wach

In schicker Kleidung und nicht mehr in der Pfadiuniform sassen Nadine Ahorn und Andrea Wanner auf einer Kiste und assen den Pfadizmittag auf den Knien. Sieben Jahre lang erlebten die beiden jungen Frauen das Pfadileben und genossen vor einigen Jahren das Bundeslager in der Linth-Ebene. «Die Hochbauten erinnern uns daran, aber wir geniessen es heute als Gast hier zu sein», sagt Andrea Wanner. Sie ist in der Ausbildung, und für die Pfadi bleibe da keine Zeit mehr. Der Besuchstag gefällt den Freundinnen aus Münchwilen. «Es ist cool, alte Pfadikollegen zu treffen und die kleineren Geschwister in Aktion zu erleben», sagt Nadine Ahorn.

Der erste Regenguss entleerte sich kurz nach der Mittagspause. Das scheint niemanden gross zu stören. Rundum standen genügend Zelte in verschiedenen Variationen als Unterschlupf zur Verfügung.

Faszination Pfadi

Von den ideenreichen Lagerbauten sind die Eltern Kerstin und Felix Brunner beeindruckt. «Es fasziniert mich, dass es so viele Junge gibt, die sich für die Pfadi einsetzen», sagt die Mutter aus Glattfelden. Mit ihrem Ehemann war sie selber jahrelang bei den Pfadfindern und besucht an diesem Kala ihre beiden Kinder. Beim Beobachten des emsigen Lagertreibens und beim Geruch von Rauch und Lagerluft leben die eigenen Erinnerungen an die Pfadilager wieder auf.



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