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Tagblatt Online, 12. Juli 2012, 16:44 Uhr

Der Kanton prüft eine Entschärfung

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An dieser Kreuzung vor Mattwil starb ein 59jähriger Motorradfahrer. (Bild: Kapo TG)

Nach dem tödlichen Unfall steht die Sicherheit der Kreuzung in Mattwil im Blickpunkt.


MATTWIL. Der Unfall, der sich am frühen Sonntagabend an der Kreuzung auf der Hauptstrasse zwischen Langrickenbach und Mattwil ereignete, endete für einen 59jährigen Motorradfahrer tödlich. Durch die heftige Kollision mit einem Personenwagen zog er sich so schwere Verletzungen zu, dass er noch auf der Unfallstelle verstarb. Seine Beifahrerin wurde schwer verletzt.

Keine «Todeskreuzung»

Nach dem tragischen Unfall war in den Medien von «der Todeskreuzung» die Rede. Benedikt Eberle, Leiter Planung und Verkehr beim kantonalen Tiefbauamt, findet diese Bezeichnung übertrieben. Der letzte tödliche Unfall an dieser Kreuzung habe es 2006 gegeben. In den letzten Jahren hätten sich durchschnittlich ein bis drei Unfälle ereignet. «Die Kreuzung gilt nach unserer Statistik nicht als Unfallschwerpunkt», sagt Eberle. Das ist dann der Fall, wenn sich innerhalb von zwei Jahren an einer Stelle acht Unfälle mit Blechschaden ereignet haben, oder zwei mit tödlichem Ausgang oder vier Unfälle mit Verletzten.

Tempolimit herabsetzen

Trotzdem prüft das Tiefbauamt, mit welchen Sofortmassnahmen die Kreuzung sicherer gemacht werden kann. Was die Signalisation angehe, so sei alles getan worden. «Eine Möglichkeit wäre, das Tempolimit auf der Hauptstrasse von 80 auf 70 oder 60 km/h herabzusetzen», sagt Eberle. Die Strassenverzweigung in Mattwil ist umgeben von Kulturland. Manchmal komme es vor, dass zu nahe an der Strasse stehende Felder die Sicherheit gefährden. «Beim Unfall war dies jedoch nicht der Fall», so Eberle. Als längerfristige Massnahme käme ein Kreisel oder ein Umbau der Kreuzung mit versetzten Einfahrten in Frage.

Die Kreuzung liegt im Gemeindegebiet von Birwinken. Das Gefährliche an dieser Verzweigung sei, dass sich viele Motorfahrzeuglenker nicht an die Vorschrift halten würden und über den Stop rollten, sagt Gemeindeammann Hansjörg Huber. «Obwohl vor der Kreuzung grosse Tafeln stehen, die auf den Stop hinweisen.» (urb)



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Leser-Kommentare:
2 Beiträge
elize (13. Juli 2012, 00:54)
eigenverantwortung ist gefragt

ich fahre oft diese strecken und gehe von mir aus schon weg von gaspedal, gerade weil es so übersichtig ist, ist es gefährlich

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deich (12. Juli 2012, 21:33)
Bekannt

Man kann natürlich zählen wie man möchte, um letztlich eine Kreuzung statistisch "nicht als Unfallschwerpunkt" darzustellen. Trotzdem ist es so ziemlich jedem fahrenden Verkehrsteilnehmer "mulmig", wenn er auf diese Örtlichkeit trifft, auch noch dann, wenn er sie bereits schon lange kennt - oder gar nachts! Es gibt Strassenbereiche, welche einem stets unsympathisch vorkommen, gar gefährlich, man sich fragt, ob es da nichts zu verbessern gäbe. Im vorliegenden Fall erscheint am einfachsten zu sein, die Quergeschwindigkeit massiv zu reduzieren. Dass man ausgerechnet hier auf dem flachen Land, inmitten landwirtschaftlich oft hoch stehender Vegetation bis fast an den Strassenrand, mit 80 (plus) daher brausen kann, ist blanker Unsinn. Nur: Tafeln jeglicher Couleur werden halt oft auch ignoriert. Und so ist letztlich der Einzelne gefragt, bei grösstmöglicher Aufmerksamkeit die gefährliche Situation zu meistern. Zeit dazu ist immer vorhanden.

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