Jury von Who is Who: «Wir können stolz sein auf den Thurgau»

THURGAU ⋅ Zum sechsten Mal in Folge haben fünf Jurymitglieder für das «Who is who» der Thurgauer Zeitung hundert Persönlichkeiten bestimmt. Die Auswahl sei nicht immer einfach zu treffen gewesen, verrät die Jury im Gespräch.
29. November 2017, 17:56
Rossella Blattmann
Wer gehört zu den Top 100? Am Donnerstagabend wird während einer Party im Weinfelder Gasthaus zum Trauben bekannt, welche Thurgauer Persönlichkeiten dieses Jahr in den Kategorien Genuss, Kultur, Medien, Newcomer, Originale, People, Politik, Sport, Wirtschaft und Wissen glänzen konnten. Die Leserinnen und Leser der «Thurgauer Zeitung» haben die Möglichkeit, in einer Sonderbeilage am Samstagmorgen bei Kaffee und Gipfeli nachzulesen, welche Damen und Herren es in die illustre Auswahl geschafft haben. 

Eine fünfköpfige Jury hat während einer mehrstündigen Sitzung in den Redaktionsräumen der «Thurgauer Zeitung» in Frauenfeld lebhaft diskutiert und bestimmt, wer die Top 100 sein sollen. David Angst, Chefredaktor der «Thurgauer Zeitung», waltet zum sechsten Mal als Juryvorsitzender. Er habe eine Stimme wie alle anderen auch, betont Angst. «Während der Sitzung habe ich darauf geachtet, dass nicht nur die persönlichen Sympathien zum Zuge kommen.» Wenn es in der lebhaften Diskussionsrunde ausnahmsweise einmal harzte, dann habe er jeweils versucht, die Gespräche zu koordinieren, um zu einer endgültigen Entscheidung zu kommen, ergänzt Angst. 

Allen eine Plattform bieten

Der Kommunikationsexperte Rolf Müller ist bereits zum dritten Mal in der Jury des «Who is who» dabei. «Es ist immer eine gewisse Herausforderung, sich auf hundert herausragende Thurgauer Persönlichkeiten zu beschränken», sagt Müller. Es sei ihm zudem ein Anliegen, dass auch «stille Schaffer» eine Plattform für ihre Arbeit bekämen. Auch diese müssten entsprechend gewürdigt werden, sagt er.  

Auch der ehemalige CVP-Regierungsrat Bernhard Koch übt sein Amt als «Who is who»-Juror zum dritten Mal aus. Koch gefällt, dass jedes Jurymitglied die Möglichkeit hat, bei der Wahl eigene, persönliche Vorschläge einzubringen. Er verfolge immer die Geschehnisse in allen Sparten übers ganze Jahr hinweg, so der ehemalige Politiker. «Ich notiere mir über das Jahr hinweg die Namen von Männern oder Frauen, von denen ich denke, dass sie etwas Aussergewöhnliches für den Thurgau geleistet haben», sagt Bernhard Koch.  Katharina Winiger, ehemalige Fraktionspräsidentin der Grünen im Kantonsrat, sass dieses Jahr zum zweiten Mal in der Jury des «Who is who». Es sei schwierig gewesen, sich auf hundert Leute zu beschränken, sagt sie. «Wir hätten locker hundert Persönlichkeiten mehr gefunden», ergänzt die Frauenfelderin lachend. Sie habe während der Jurysitzung darauf geachtet, dass auch Frauen in der endgültigen Selektion dabei seien. 

Sabine Ruf ist der Neuling in der Runde. Sie ist zum ersten Mal in der Jury des «Who is who» dabei. Ruf hat den Platz von Kantonsrätin Brigitte Kaufmann übernommen. Sabine Ruf ist Inhaberin der Kommunikations- und Werbeagentur Pinax in Kreuzlingen. Durch ihre Arbeit als Kommunikationsprofi hat sie viele Kontakte im Kanton, auch zur Wirtschaft. Die Tätigkeit als «Who is who»-Jurorin  habe sie als spannend empfunden. «Ich wurde als neues Mitglied offen in der Juryrunde aufgenommen und fühlte mich sofort wohl und integriert», sagt Ruf. «Ich würde es jederzeit wieder machen».

Die Auswahl steht fest

Die Top 100 stehen seit September fest. «Es fehlen jedes Jahr wieder Leute, die drin sein müssten», sagt David Angst. Denn: «Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit». Viele im «Who is who» der Thurgauer Zeitung seien ausgezeichnete Imageträger für den Kanton. «Wir können stolz sein auf diese Menschen, die den Thurgau nach aussen repräsentieren.» 

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