Schulhaus Wallenwil wird bald mit Video überwacht

SCHULGEMEINDE ⋅ Schülerzahlen, Sporthalle und Vandalismus waren Themen der Eschliker Schulgemeindeversammlung. Auf Ablehnung stiess einzig der Antrag für eine flächendeckende und kostenpflichtige Tagesstruktur.
06. Dezember 2017, 05:22

Zum Auftakt erhielten die Stimmbürger eine musikalische Einstimmung: Die Schülerband der Oberstufe eröffnete die Budgetversammlung der Volksschulgemeinde Eschlikon. Daraufhin übernahm Schulpräsident Linus Köppel das Wort. Nachdem das Protokoll mit einer Enthaltung abgenommen und verdankt wurde, ging es gleich zu den prognostizierten Schülerzahlen. Aufgrund dieser Annahmen musste das Budget errechnet werden. Es wird erwartet, dass früher oder später ein fünfter Kindergarten eröffnet werden muss, was aber keinen Neubau nach sich ziehen werde.

Der Baukredit von maximal zehn Millionen Franken für die neue Doppelsporthalle wird am 23. September 2018 zur Abstimmung kommen. Die Kosten wurden optimiert und Unnötiges rausgestrichen. Voraussichtlich wird sich die Politische Gemeinde mit drei Millionen daran be­teiligen. Darüber werden die Stimmbürger an der Gemeindeversammlung vom kommenden Montag mehr erfahren.

Steuerfuss bleibt bei 98 Prozent

Finanzvorsteherin Ariana Brühwiler übernahm das Wort. Da mit einem erhöhten Steuerertrag und mit grösseren Schülerzahlen gerechnet wird, können die Mehraufwände aufgefangen werden. Gewohnt sicher führte Brühwiler durch die Zahlen und konnte gleich drei gute Nachrichten bekanntgeben: Der Steuerfuss soll bei 98 Prozent bleiben, das Budget veranschlagt einen Gewinn von 1600 Franken, und der Finanzplan ermögliche den Neubau der Doppelsporthalle. Es sind Investitionen von über sechs ­Millionen vorgesehen – hauptsächlich für den laufenden Sek-Erweiterungsbau und die Erneuerung des Singsaales. Aber auch eine Installation von Videokameras wurde eingerechnet. Da sich die Hälfte aller Vandalen­akte in der Schulanlage Wallenwil ereignete, will die Schulbehörde dort in einem ersten Schritt zehn Kameras anbringen. In benachbarten Gemeinden machte man damit gute Erfahrungen, darauf hofft nun auch diese Schulgemeinde.

Aus dem Plenum wurden die prognostizierten Schülerzahlen hinterfragt. Was passiert, wenn die Schülerzahlen sinken statt steigen? Steht man dann mit leeren Schulhäusern da? Oder reicht eine Steuerfusserhöhung von vier Prozent ab 2023? Was passiert mit der alten Turnhalle? Nachdem die Schulbehörde diese und weitere Fragen beantwortet hatte, wurden der gleichbleibende Steuerfuss wie auch das Budget 2018 mit jeweils einer einzigen Gegenstimme gutgeheissen.

Kein Auftrag an Schulbehörde

Im Traktandum «Diverses und Umfrage» wurde ein Antrag gestellt. Eine flächendeckende und kostenpflichtige Tagesstruktur wurde gewünscht. Man solle das Bedürfnis prüfen und der Schulgemeinde innert eines Jahres wieder unterbreiten. Der Antrag wurde mit 45 zu 15 Stimmen und 12 Enthaltungen abgelehnt.

Schulpräsident Linus Köppel schloss die Versammlung, die bei einem Apéro ausklang.

 

Gabi Doggweiler

hinterthurgau

@thurgauerzeitung.ch


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