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Tagblatt Online, 31. März 2012, 01:07 Uhr

Frischer Akzent an der Rheinstrasse

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Der Anbau aus den 1980er-Jahren (rechts im Vordergrund) soll einem Neubau weichen. (Bild: Stefan Hilzinger)

Ein freistehender Neubau soll neben der Frauenfelder Hauptpost die verschachtelten Anbauten ersetzen. Derzeit liegt der Gestaltungsplan beim städtischen Hochbauamt auf.

STEFAN HILZINGER

FRAUENFELD. Fast so typisch für die Skyline von Frauenfeld wie Schloss und Rathaus ist die von Grünspan überzogene Kuppel der Hauptpost. Hinter diesem exemplarischen Beispiel des Selbstverständnisses der einst staatstragenden PTT erstreckt sich ein architektonisches Sammelsurium von Anbauten des vergangenen Jahrhunderts.

Die Post hat Pläne

Mehr schlecht als recht genutzt, harrt der städtebaulich wichtige Komplex einer Umgestaltung. Vor gut anderthalb Jahren hat die Schweizerische Post als Eigentümerin ihre Pläne dazu erstmals vorgestellt. Mit dem Gestaltungsplan, der seit gestern Freitag und noch bis zum 18. April zur öffentlichen Einsichtnahme aufliegt, ist nun ein weiterer formeller Schritt erfolgt.

Z-förmiger Neubau

Der Gestaltungsplan legt fest, in welchem baulich-gestalterischen Rahmen die Post ihren Frauenfelder Hauptsitz umgestalten und nutzen darf. Anstelle der erwähnten Anbauten soll ein Z-förmiger Neubau treten. Dieser hat zur Rheinstrasse hin fünf Geschosse. Zur Murg hin sind es gar deren sechs, wobei die oberen beiden Geschosse zurückversetzt werden müssen, damit der Baukörper nicht gar zu massig erscheint. Ein Freihaltebereich von gut fünf Metern Breite trennt den denkmalgeschützten Altbau vom künftigen Neubau. Für den gesamten Gebäudekomplex (alt und neu) ist eine gemischte Nutzung vorgeschrieben mit Läden, Büros, Gastronomie in den unteren Geschossen und mit Wohnungen in den oberen Etagen. Unter der Erdoberfläche verbirgt sich eine mehrstöckige Tiefgarage.

Baubeginn frühestens 2014

Mitte 2010 stellten die Post und die Stadt Frauenfeld ein Siegerprojekt des Frauenfelder Architekturbüros Staufer und Hasler für den geplanten Neubau vor. Damals war die Rede davon, den Gestaltungsplan Anfang 2011 einzureichen. Die Verzögerung von «einigen Monaten» erklärt Erich Schmid, Kommunikationsverantwortlicher Poststellennetz Ost bei der Post, mit zusätzlichen Abklärungen zum Projekt (zum Beispiel zu Dienstbarkeiten).

Die Post rechnet damit, dass der Gestaltungsplan bis Mitte 2012 verabschiedet werden kann. Nebst der Stadt muss auch der Kanton grünes Licht zum Gestaltungsplan geben. Liegt der behördliche Segen vor, wäre die Voraussetzung geschaffen, um ein Bauprojekt zu erarbeiten. Wie dieses konkret ausgestaltet ist, hängt auch von der zu erwartenden Wirtschaftlichkeit ab.

«Ein Baubeginn könnte für 2014/2015 in Betracht gezogen werden», heisst es bei der Post.



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Leser-Kommentare:
1 Beitrag
Oiblitos (01. April 2012, 22:01)
Gerüchteküche brodelt z Frauenfeld

Ich habe gehört, man munkelt es, dass die Hauptpost nicht dem Bagger weichen wird. Es ist nicht das Denkmalgeschützte Gebäude, welches dem Bagger weichen muss. Sondern zur Murg hin. Dort wo das Reisebüro Mühlebach/Mittelthurgau drin ist und wo die Bushaltestelle ist und die Gewerbeinfotafel. Der Bau ist ca. 30 Jahre alt.

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