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Tagblatt Online, 9. August 2012, 01:34 Uhr

Ältester Frauenfelder Pfadfinder

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Karl Kappeler wurde in der Pfadi «Chali» genannt. (Bild: pd)


FRAUENFELD. Im Jahr 1916, mitten im Ersten Weltkrieg, kam Karl Kappeler in Frauenfeld zur Welt. Viel ist seit damals passiert, in seinem Haus an der Fliederstrasse. Dementsprechend viel hat der vermutlich älteste Frauenfelder Pfadfinder heute zu erzählen: «Unser Leiter war Musikdirektor Ernst Schärer, der später nach Baden ging. Er war das Zugpferd der damaligen Abteilung. Doktor Wüest war auch dabei. Ich selber wurde Chali genannt.»

Damals wie heute

Die Samstagnachmittagsprogramme sahen ähnlich aus wie heute: Morsen, Kartenlesen, Samariter und Singen waren einige der Pfaditechnik-Themen, die gelernt werden wollten. «Unser Lied war damals <Roulez Tambours>», erinnert sich Kappeler. Daneben galt es ausserdem, das Pfadi-Gesetz zu lernen. Die Frauenfelder Pfadfinder bestanden hauptsächlich aus Mitgliedern aus der Stadt. «Unten an den Bahngleisen, vom Zentrum Richtung Kurzdorf, hatten wir eine Blockhütte», erzählt Kappeler. Die Hütte diente während des Krieges als Aufenthaltshütte für die Beobachter. «In dieser Hütte gab es weder elektrisches Licht noch Wasser, wir hatten nur Petrollampen und einen kleinen Ofen.»

«Es war eine andere Zeit als heute», betrachtet er rückblickend seine Zeit als Pfadfinder. «Wir betrieben viel Aufwand und lernten gewisse Sachen, von denen doch etwas hängengeblieben ist. Wir hatten einen starken Durchhaltewillen, auch wenn das Geld knapp war. Und so genossen wir die Pfadi-Zeit.»

100-Jahre-Jubiläum

Im Rahmen des Jubiläums «100 Jahre Pfadi Frauenfeld» findet diesen Samstag, 11. August, von 10 bis 15 Uhr beim Sämannsbrunnen ein Anlass statt. Zudem startet eine Schaufensteraktion. In den Schaufenstern von 15 Frauenfelder Fachgeschäften sind Buchstaben zu finden, die richtig zusammengesetzt einen Pfadi-Begriff ergeben. (hr)



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