Defizit verleitet zum Sparen

BASADINGEN-SCHLATTINGEN ⋅ Die Gemeindeversammlung genehmigte am Freitag das Budget 2018 und gab grünes Licht für die Sanierung der Werkleitungen in der Kirchstrasse.
27. November 2017, 05:19
Thomas Güntert

Thomas Güntert

unterseerhein@thurgauerzeitung.ch

Peter Mathys begrüsste 52 Stimmberechtigte zur Budget­gemeindeversammlung, vier Prozent der 1239 Stimmberechtigten. «Es ist erschreckend, wie wenig Leute über sehr vieles entscheiden», sagte der Gemeindepräsident.

Vor den Budgetverhandlungen genehmigte die Gemeindeversammlung einstimmig einen Kredit über 757000 Franken für die Sanierung der Werkleitung in der Kirchgasse/Ziegeleiweg, der bereits in der Investitionsrechnung berücksichtigt war. In der Kirchgasse wird die Wasserleitung ersetzt, wobei die Gasversorgung vom Ziegeleiweg bis zum Pfarrhaus auch eine Gasleitung mitverlegen wird. Beim Elektrizitätswerk wird zudem die gesamte Verkabelung inklusive der noch nicht erneuerten Hausanschlüsse ersetzt.

Stets besser abgeschlossen als budgetiert

Die Gemeindeversammlung genehmigte auch einstimmig das Budget 2018, das bei einem ­betrieblichen Aufwand von rund 5,3 Millionen Franken mit 35000 Franken wieder ein kleines Defizit aufweist. Der Steuerfuss bleibt bei 54 Prozent.

Peter Mathys erwähnte, dass in den letzten acht Jahren die Rechnung immer besser als budgetiert abgeschlossen hat. Der Gemeindepräsident bemerkte, das ein negatives Budget eher zum Sparen verleite als ein positives. Die Gemeinde Basadingen wird im nächsten Jahr keinen Finanzausgleich mehr erhalten, da die Steuerkraft angestiegen ist, und bei den Sozialhilfeausgaben ist der Pro-Kopf Beitrag in Basadingen mit 198 Franken der zweithöchste im Bezirk. In den nächsten zwei Jahren wird die Gemeinde unter dem Selbstfinanzierungsgrad liegen, und die Pro-Kopf-Verschuldung wird sich von 698 Franken um rund 75 Franken erhöhen. Die Good News des Gemeindepräsidenten waren, dass die Gemeinde bei der Abwasserbeseitigung seit Jahren stattliche Gewinne einfährt, das Leitungsnetz im guten Zustand ist und fast alle Investitionen abgeschrieben sind. Daher wird ­ der Gemeinderat 2018 den Ab­wassertarif pro Einwohner um ­ 30 Franken zu senken.

Neben der Sanierung Kirchstrasse fallen weitere Investitionen an. Um die neu gesetzte Verteilkabine in Betrieb zu nehmen, muss im Baugebiet Hansroren/Trestenberg bis zum Werkhof die gesamte Verkabelung erneuert werden, wobei sich die Kosten auf 124000 Franken belaufen. Zudem werden für ein Rundsteuermodul im Elektrizitätswerk 57000 Franken und für die Umstellung der Strassenbeleuchtung auf LED 72 500 Franken benötigt.

Für die Umstellung des Zählerwesens auf Smart Meter wird ein Teilbetrag von 116000 Franken bereitgestellt. Die Brutto­investitionen belaufen sich im nächsten Jahr auf rund 782000 Franken.


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