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Tagblatt Online, 23. Februar 2012 01:06:00

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Landwirtschaft in Hauptwil-Gottshaus: Bauernhöfe in Hauptwil (oben), Wilen (unten links) und im Weiler Freihirten. (Bild: Bilder: Georg Stelzner)

HAUPTWIL-GOTTSHAUS. Der Gemeinderat Hauptwil-Gottshaus sucht den direkten Kontakt mit den Bauern. In Zukunft findet regelmässig ein Landwirtschaftshöck statt. Als Vorbild dient das Treffen der Behörde mit den Gewerbetreibenden.

GEORG STELZNER

«Landwirte sind in meinem Verständnis ebenfalls Unternehmer», sagt Gemeindeammann Matthias Gehring. Dies habe in ihm die Idee reifen lassen, auch mit dieser Berufsgruppe periodische Zusammenkünfte zu vereinbaren. Gehring hat eine spezielle Beziehung zur bäuerlichen Welt, unterrichtet er doch in einem Teilpensum am Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg in Salenstein.

Austausch von Erfahrungen

Das erste Treffen zwischen Gemeinderat und Bauern ist für 12. April geplant. Das Programm steht noch nicht fest. Denkbar ist, dass ein Referent eingeladen wird. «Wichtigstes Ziel ist es, Informationen – insbesondere aus der Gemeindestelle Landwirtschaft – direkt und ungefiltert an die Bauern weiterzugeben», erklärt Gehring.

Darüber hinaus werde die Zusammenkunft dem Erfahrungsaustausch und dem geselligen Beisammensein dienen. Der Höck solle den Landwirten Gelegenheit zu bilateralen Kontakten geben. «Früher geschah das in den Käsereien, doch in unserer Gemeinde gibt es keine mehr.» Eingeladen werden laut Gehring alle Haupt- und Nebenerwerbsbauern, die in der Gemeinde Hauptwil-Gottshaus tätig sind. Vorstellbar sei auch die Teilnahme von Mitarbeitern des Bauamts, da es hier Berührungspunkte gebe.

Vorerst alle zwei Jahre

Gehring hat grosse Erwartungen, was den Landwirtschaftshöck betrifft. «Das ist ein Anlass, von dem alle Beteiligten profitieren können», ist der Gemeindeammann überzeugt. Die bisherige Resonanz sei durchwegs positiv. Er erwarte bei der Premiere bis zu 80 Teilnehmer. Aus Rücksicht auf die Arbeitszeiten der Landwirte wird das Treffen in den Abendstunden, voraussichtlich auf einem Hof, stattfinden.

Auch beim Turnus orientiert man sich an der Veranstaltung der Gewerbler. So ist vorgesehen, den Höck alle zwei Jahre durchzuführen. Das Treffen solle etwas Besonderes sein, betont Gehring. Eine häufigere Durchführung könnte dem speziellen Charakter abträglich sein. In Stein gemeisselt sei dieser Intervall aber nicht. «Wenn das Bedürfnis vorhanden ist, spricht nichts dagegen, dass wir uns in kürzeren Abständen treffen», hält Gehring fest.

Spielraum für Innovationen

Die Zukunft der Landwirtschaft beurteilt der Gemeindeammann differenziert. «Kleine Betriebe werden – nicht nur in unserer Gemeinde – Mühe haben zu überleben; sie müssen extrem innovativ sein», führt Gehring aus. Die Gesetzgebung biete aber durchaus den dazu nötigen Handlungsspielraum. Dies versuche er auch seinen Schülern im BBZ Arenenberg zu vermitteln. Erfreut stellt Gehring fest, «dass der Beruf des Landwirts nach wie vor gefragt ist und es nach dem Lehrabschluss niemandem schwerfällt, einen Job zu finden».





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