Uttwil investiert in Hochwassersicherheit

FINANZEN ⋅ Das Budget der Politischen Gemeinde schliesst mit einem Plus von 17300 Franken. Sie investiert im nächsten Jahr in die Hochwassersicherheit und allenfalls in den Bau einer Gemeinschaftspraxis.
06. Dezember 2017, 05:22
Markus Schoch

Markus Schoch

markus.schoch@thurgauerzeitung.ch

Gemeindepräsident Stephan Good war der einzige, der an diesem Abend etwas zu sagen hatte. Die 79 anwesenden Uttwiler genehmigten am Montag alle Anträge einstimmig oder fast einstimmig, hatten keine Fragen und machten auch keine Bemerkungen. Nach gut einer halben Stunde war die Versammlung ­fertig.

Das Budget schliesst bei ­unverändertem Steuerfuss von 48 Prozent mit einem Ertragsüberschuss von 17300 Franken. Good wies unter anderem darauf hin, dass die Hundesteuer um 20 Franken erhöht wird, da der Aufwand zugenommen habe. Geplant sei, zwei weitere Unterflurcontainer anzuschaffen. «Sie sind eine gute Sache.» Für die Orts- beziehungsweise Raumplanung seien 80000 Franken eingesetzt. «Sie wird uns weiter beschäftigen, wir kommen aber in die finale Phase. Die Einnahmen aus der Vermietung von Räumlichkeiten im Gemeindezentrum belaufen sich nur noch auf 55000 statt wie zuletzt auf fast 80000 Franken, da der Vertrag mit der Post Ende April ausläuft. Die Schalter sind bereits seit März 2016 geschlossen.

Investition in die Hochwassersicherheit

Eine der grössten Investitionen im neuen Jahr mit 325000 Franken betrifft den Chüpfelerbach. Das Gewässer wird teilweise geöffnet und so umgestaltet, dass im Bereich des Buchenwegs kein Hochwasser mehr befürchtet werden muss. Bund und Kanton beteiligen sich voraussichtlich mit 51 Prozent an den Kosten, 50000 Franken zahlen Private. Vorgesehen ist ausserdem, das Erdgeschoss des Gemeindezen­trums zu einer Gemeinschaftspraxis umzubauen. Den Kredit in der Höhe von 650000 Franken haben die Uttwiler bereits Ende Juni bewilligt. Die Arbeiten werden nur dann ausgeführt, wenn ein Arzt den Mietvertrag unterschrieben hat. Die Aussichten sind nicht schlecht, dass es gelingen könnte. Es hätten sich fünf Interessenten gemeldet, sagte Good Anfang November gegenüber der «Thurgauer Zeitung».

Das letzte Mal am Tisch des Gemeinderates sass Regula Knechtle. Sie hat nach sechs Jahren im Amt auf Ende Dezember ihren Rücktritt eingereicht. Sie habe das Ressort «Soziales» mit viel Empathie, Engagement «und dem richtigen Augenmass» geführt, sagte Good. Sie sei ein Glücksfall für Uttwil gewesen.

Glücklich war am Montagabend auch Lena Bienik, die das Gemeindebürgerrecht von Uttwil erhielt.


Leserkommentare

Anzeige: