Für soziale Engagements geehrt

Gestern abend hat die Clienia-Gruppe Organisationen und Privatpersonen ausgezeichnet, die sich für behinderte und für physisch und psychisch kranke Menschen einsetzt. Die Preisverleihung, die jährlich stattfindet, wurde in der Privatklinik Littenheid durchgeführt.
11. Oktober 2014, 02:52

LITTENHEID. Psychisch kranke und behinderte Menschen sollen ein möglichst eigenständiges Leben im gewohnten Umfeld führen können, wie die Clienia-Gruppe schreibt. Unterstützung erhalten diese dabei von Organisationen und Privatpersonen, von denen die Clienia-Gruppe jedes Jahr einige auszeichnet. «Es ist uns ein grosses Anliegen, dass wir auch ausserhalb unserer Institutionen für Patienten und Angehörige präsent sind», sagt Clienia-CEO Hans Schwyn an der diesjährigen Preisverleihung in der Privatklinik Littenheid.

Ausgezeichnet wurden gestern beispielsweise die Winterthurer Projekte «Bistro Dialog» und «Familien in Trennung». Das Bistro Dimensione biete Menschen mit psychischer und sozialer Beeinträchtigung die Chance, in Küche und Bistro mitzuwirken und dadurch Selbstvertrauen und Sozialkompetenzen aufzubauen.

Scheidungen und Depressionen

Auch das Angebot «Familien in Trennung» der Trägerschaft der Paarberatung und Mediation der Bezirke Winterthur und Andelfingen wurde ausgezeichnet. Die neugeschaffene Dienstleistung vermittle konstruktive und entwicklungsfördernde Hilfe für Kinder und Erwachsene, deren Familie unter Scheidung und Trennung leide. Geehrt wurde zudem die Stadtzürcherin Cristina Trentini. Sie hat unter dem Titel «Wenn Mama nicht mehr funktioniert» einen Ratgeber für Jugendliche, die mit der Depression eines Elternteils konfrontiert sind, veröffentlicht.

Die Stiftung Landwirtschaft und Behinderte in Brugg hat ebenfalls einen Preis erhalten. Sie vermittelt und begleitet betreute Wohn- und Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung auf landwirtschaftlichen Betrieben in der deutschsprachigen Schweiz und bietet IV-gestützte Ausbildungen im landwirtschaftlichen Bereich. Ausserdem wurde gestern abend der Verein Opsy aus Zürich prämiert. Im Mittelpunkt der Aktivitäten des Vereins steht die Verbesserung der Lebenssituation von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen im allgemeinen sowie die der Patienten des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes des Kantons Zürich.

Kampf gegen HIV

Die Nonprofitorganisation Bidiho erhielt von der Clienia-Gruppe ebenfalls einen Preis für ihr Engagement in der HIV-Prävention und HIV-Enttabuisierung in Eritrea. Dort würden erkrankte Menschen noch immer gesellschaftlich geächtet, was oft zu Suiziden führe. (red.)


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