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Tagblatt Online, 7. August 2012, 01:34 Uhr

Im Bergholz starten die Bauarbeiten

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Spatenstich fürs Bergholz: Christian Wick, Implenia AG, Stadträte Marcus Zunzer und Marlis Angehrn sowie Stadtpräsident Bruno Gähwiler (v.l.). (Bild: sme.)

Gestern erfolgte der Spatenstich zum neuen Sportpark Bergholz. Begleitet von zahlreichen Vertretern aus Politik und Sport ist damit der Grundstein für den 60 Mio. Franken teuren Bau gelegt worden. Nach 17 Monaten Bauzeit soll der Sportpark eingeweiht werden können.

SILVAN MEILE

WIL. Die Bagger hatten bereits vor zwei Stunden ihre Positionen auf dem Sportpark Bergholz bezogen und mit dem Abbruch der Sportanlagen aus den 60er-Jahren begonnen, als um 10 Uhr der Anpfiff zum offiziellen und geschichtsträchtigen Spatenstich für einen neuen Sportpark Bergholz erfolgte. Damit ging das Projekt von der Planungs- zur Realisationsphase über. «Nach viel Vorarbeit und einem langen politischen Prozess entsteht das grösste Bauvorhaben, das die Stadt Wil jemals realisierte», sagte Stadtpräsident Bruno Gähwiler. Er sprach von «Anlagen mit regionaler Ausstrahlung», die Sport, Erholung und Vergnügen vereinen werden. Später setzte sich der Stadtpräsident zusammen mit Christian Wick von der Bauunternehmung Implenia sowie den Stadträten Marcus Zunzer und Marlis Angehrn einen Helm auf und stach den Spaten in den Boden.

Kosten von knapp 60 Mio.

Auf 134 000 Quadratmetern entstehen ein Hallenbad mit Wellness, ein neues Fussballstadion und eine neue Eishalle sowie die komplette Renovation des bestehenden Freibades. Im November 2010 sagten die Wiler Stimmberechtigten mit 60,9 Prozent deutlich Ja zu einem dafür benötigten Kredit über 57,5 Millionen Franken. Aufgrund geänderter Gesetze und Normen, aufgelaufener Bauteuerung, Erhöhung der Mehrwertsteuer und zwei Nachtragskrediten beläuft sich der Preis für den neuen Sportpark nun auf knapp 60 Millionen Franken.

«Neue Massstäbe setzen»

Nach einer Bauzeit von 17 Monaten soll dann die schweizweit erste minergiezertifizierte Sportanlage der Schweiz fertiggestellt sein. «Das anspruchsvolle Projekt wird in Sachen Nachhaltigkeit neue Massstäbe setzen», sagte Stadtrat Marcus Zunzer. Dass die Stadt Wil ihren neuen Sportpark will, zeigen nicht nur das deutliche Abstimmungsresultat und die für die jüngere Vergangenheit Wils rekordverdächtige Stimmbeteiligung von knapp 64 Prozent. Auch die Tatsache, dass gegen dieses Grossprojekt lediglich zwei Einsprachen eingegangen sind, deutet in diese Richtung. «Wir sind es nicht gewohnt, so wenig Opposition von den Anwohnern zu erfahren», sagte Christian Wick, Leiter Region Ost der Totalunternehmerin Implenia AG. Er verglich die Grossbaustelle Bergholz mit den Olympischen Spielen. Menschen aus vielen verschiedenen Nationen würden in unterschiedlichen Disziplinen an der Erstellung der neuen Sportstätte arbeiten. Stadträtin Marlis Angehrn dankte der Bevölkerung für das Verständnis, dass der Betrieb im Bergholz, dessen Anlagen im Jahr 1963 eingeweiht wurden, eingestellt werden musste. Die Vorfreude auf den neuen Sportpark mache aber das Warten mehr als nur erträglich. Derzeit sei die Stadt daran, die Wiler Sportanlagen AG (Wispag) als zukünftige Betriebsgesellschaft aufzustellen, so dass die Übergabe vom Bau an den Betrieb zum richtigen Zeitpunkt reibungslos erfolgen könne. Mit einer Leistungsvereinbarung zwischen Stadt und AG würde der Betrieb geregelt werden. Die Anlagen des neuen Sportparks Bergholz verbleiben im Eigentum der Stadt.

Der Spatenstich vom Montagvormittag ging schliesslich in einen Apéro über. Die Arbeiter in ihren Baggern liessen sich aber auch davon nicht beirren.



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